Jost Ribary jun.

Daten
*01.02.1935 Bachenbülach ZH, +2013Instrumente
Klarinette SaxofonBiografie
Als Sohn des gleichnamigen berühmten Ländlermusikers und Komponisten in Bachenbülach zur Welt gekommen, wo sein Vater in der dortigen Handharmonikafabrik arbeitete, genoss er vom achten Lebensjahr an Klavierunterricht und wandte sich als Siebzehnjähriger dem Klarinettenspiel zu, nachdem er es zuvor kurze Zeit mit dem Akkordeon versucht hatte. Durch Emil Fanghänel, Soloklarinettist des Zürcher TonhalleOrchesters, erhielt er eine einjährige gründliche Ausbildung, die es ihm erlaubte, mit achtzehn Jahren als 2. Klarinettist in der Kapelle seines Vaters im Restaurant «Konkordia» im Zürcher Niederdorf aufzuspielen. In dieser Funktion wirkte er dort von 1953 bis 1960, vorzugsweise auch als Sopransaxophonist, neben Ernst Kuratli, später René Wicky, beide Akkordeon, sowie seiner Schwester, der Pianistin Bethli Ribary (* 1933), abgelöst durch Walter Wiggli, Klavier. 1956 war er erstmals bei Schallplattenaufnahmen in Basel mit dabei. Die Musik bestimmte weithin auch seinen beruflichen Werdegang. Zuerst Akkordeonstimmer wie sein Vater, durchlief er hernach eine vierjährige Lehre als Blasinstrumentenbauer in Rosenheim in Deutschland, worauf er bei Musik Hug in Zürich im Instrumentenverkauf und -service tätig war. 1960 machte er sich als Musiker selbständig, wobei er auch fortan gelegentlich an der Seite seines Vaters bis zu dessen Tod 1971 in der «Konkordia» konzertierte. Er gründete nun zusammen mit dem Märchler Plus Bruhin (* 1927), Akkordeon, und dem 1968 verstorbenen Pianisten Hans Signer, Horgen, die Ländlerkapelle «Jost Ribary jun»». Nach acht Jahren nahm er eine Umbesetzung vor und vereinigte sich mit Carlo Rapetti (* 1933), Akkordeon, Walter Bruhin, Klavier, und René Bär, Kontrabass und Trompete, zu seiner wohl erfolgreichsten Formation. Diese zählte während der fünfzehn Jahre ihres Bestehens zu den Spitzenkapellen der Innerschweizer Stilrichtung. Anfangs 1983 ging er mit seinem früheren Partner, dem Akkordeonisten René Wicky, einen neuen musikalischen Bund ein, nachdem dieser einige Jahre zuvor von Jonen nach Oberägeri umgezogen war, wo auch Ribary seit 1964 lebt. Auf volkstümliche Schallplattenerfolge zurückblicken können auch seine beiden Kinder Jost (* 1961) und Bethli (* 1963), die sich die Bezeichnung «Geschwister Ribary» zugelegt haben. Von den rund 200 Eigenkompositionen, die grösstenteils hohe spieltechnische Anforderungen an den Klarinettisten stellen und die Verlage wie Helbling, Edition Melodie usw. veröffentlicht haben, wussten der «Champagner-Schottisch» und der «Chatzebüsi-Ländler» am besten zu gefallen. Seit 1980 unterrichtete Ribary an der Musikschule in Cham.Objekte