Otto Feldmann

Daten

*21.12.1917 Schübelbach SZ, +27.06.1991 Rüti ZH

Instrumente

Klarinette Saxofon

Biografie

Klarinettist und Saxophonist, einer der zahlreichen Nachkommen von August Feldmann, begann zehnjährig, angeregt durch seine Brüder, mit dem Schwyzerörgelispiel und erwies sich darin als so begabt, dass man ihn bereits mit zwölf Jahren als Tanzmusikanten für eine Freinacht in Schwanden verpflichtete. Mit sechzehn Jahren wechselte er auf den Streichbass, unter Anleitung seines Bruders, und musizierte nachher bis zum einundzwanzigsten Altersjahr mit der Familienkapelle Feldmann «Schwyzerhüsli» sowie bei Schallplatteneinspielungen mit Martin Beeler und Artur Beul. Zwei Jahre darauf gründete er seine eigene Kapelle Otto Feldmann, Lachen, später Dürnten, zu der auch sein Bruder Josef Feldmann, Akkordeon, zählte. Neben zahlreichen Auftritten an in- und ausländischen Rundfunkstationen zeichnete sich diese Formation durch die stattliche Anzahl von 33 Schallplattentiteln aus, aufgenommen mit Otto Feldmann, Klarinette/Saxophon, Josef und Fridolin Feldmann, Handorgel, August Feldmann, Bass, Gody Schwendbühl, Klavier, teils abgelöst durch Edwin Bär, 2. Klarinette, und einen Posaunisten. Gesundheitliche Gründe nötigten ihn schon mit zweiundvierzig Jahren zur Aufgabe der Musik. Als Ausgleich betätigte er sich in den siebziger Jahren mit dem Aufbau eines Volksmusikverlages, den er jedoch bald Ernst Müller (*1929), Akkordeonist und Komponist in Rüti überliess. Man kennt von ihm rund 130 Tänze, herausgebracht von den Verlagen Fridolin Feldmann, Karl Grossmann, Rütner Verlag und Ernst Müller. Er war früher in Galgenen und Lachen ansässig und lebte zuletzt in Rüti im Zürcher Oberland. Am 27. Juli 1991 ist der stille Kämpfer und grosse Könner nach beispielhaft ertragenem Leiden in Rüti ZH verstorben.

Objekte