Hans "Ursele" Dörig

Weitere Namen
Übername: UrseleDaten
*24.01.1908 Appenzell AI, +31.10.1974 Appenzell AIBeruf
Coiffeur / MusikerInstrumente
AkkordeonOrte
Appenzell, Appenzell Innerrhoden, Schweiz Zürich, Zürich, SchweizBiografie
Akkordeonist, dessen Vorfahren väterlicherseits vortreffliche Sänger und Jodler waren, kam als Sohn eines Strassenmeisters zur Welt, der nebenberuflich das Amt eines Glöckners an der Kirche in Appenzell bekleidete. Während die drei Geschwister Hans Dörigs das Musizieren auf Saiteninstrumenten pflegten, fand er im Volksschulalter Zugang zur Handharmonika. Seine Mutter hiess Ursula, darum erhielt er den Spitznamen „Ursele-Hans“. Nach Abschluss der Lehre als Coiffeur lernte er mit zwanzig Jahren Akkordeon spielen, trat aber erst 1948 an der «Olma» in St. Gallen öffentlich als Musiker in Erscheinung. Ermuntert durch den Publikumserfolg entschloss er sich, Berufsmusiker zu werden, wozu er ein Trio formierte, das regelmässig in den damaligen Unterhahungslokalen arbeitete, etwa zusammen mit Heidi Bruggmann im ehemaligen Restaurant «Landidörfli» in Zürich 4. Dabei kam ihm auch das von seinen Vätern ererbte Gesangstalent zugute, von dem er beim Vortrag der gängigen Schlager und jodelartigen Stükke ausreichend Gebrauch machte. Er liess sich 1955 in Zürich nieder, wurde aber 1970 wieder an seinem Geburts- und Heimatort sesshaft, wo er nach wenigen Jahren unerwartet starb. Er verstand es, seine rund zwei Dutzend gefälligen, einfachen Appenzellertänze, erschienen in den Verlagen Helbling und Jacques Huber, auf eine sehr persönliche und gewinnende Art darzubieten und damit Appenzeller-Eigenart in weiten Kreisen der Bevölkerung bewusst zu machen. Einen unerwartet grossen Erfolg erzielte Hans Dörig mit seiner Kapelle (Albert Neff und Louis Moser) am 1. eidg. Ländlermusikfest in Sargans am 6. Juni 1971 (300 Kapellen). Für die vorgetragenen Stücke „en Öserigs“ und „Im Pöschtli z Appezöll“ erhielt er als Gesamtnote 9.1 Punkte. Diese beiden "Erfolgsstücke" erfreuen sich noch heute grosser Beliebtheit.Objekte