Max Wynistorf

Daten

*7.12.1938 Zürich ZH, +11. 22. 1985 Zürich ZH

Beruf

Steindrucker

Instrumente

Gitarre Posaune Kontrabass Schwyzerörgeli

Orte

Zürich, Zürich, Schweiz Basel, Basel-Stadt, Schweiz

Biografie

Nachruf -H. Spinnler Max Wynistorf kam am 7. Dezember 1938 in Zürich zu Welt, wo er auch die Primarschule besuchte. Ein Wohnungswechsel führte die Familie nach Pratteln, wo Max nicht nur die Sekundarschule absolvierte, sondern auch die Beziehungen zum näher gelegenen Basel bekam, -dort spielte Max nämlich erstmals in einer Formation mit. Sein musikalisches Talent scheint er von seiner Mutter geerbt zu haben, deren Name - Gheraldini - auf ihre italienische Abstammung hinweist. Sein Vater hatte zwar eine ausgesprochen grosse Freude an der Musik, jedoch überhaupt kein Talent, um selber zu musizieren. Maxens erste praktische Berührung mit der Musik geschah in der zweiten Primarklasse, als er einen Blockflötenkurs besuchen musste. Bald musste er aber diesen wieder verlassen, er verärgerte seine Lehrerin, indem er, anstatt wie vorgeschrieben, brav eine Melodie nach Noten zu erlernen, beim Vorspielen auswendig einen Schlager herunterdudelte. Hierauf war Maxens musikalische Laufbahn bereits für längere Zeit unterbrochen. Doch mit fünfzehn Jahren erhielt er eine Gitarre und ging sogleich zu einem Gitarrenlehrer in die Schule. Dies dauerte ein halbes Jahr, dann machte sein Gitarrenlehrer die denkwürdige Bemerkung, er könne Max bereits nichts mehr beibringen, sondern bestenfalls von ihm noch etwas lernen. So wurde er dann auch bereits mit sechzehn Sologitarrist bei den "Tahiti Hawaians" in Basel. Zugleich (1954) trat er bei der Firma Wassermann in Basel in eine Lehre als Steindruck-Maschinenmeister ein, die bis 1958 dauerte. Mit dem Geld, das er bei den "Tahiti Hawaians" verdiente, kaufte er sich eine Posaune, und es wird kaum verwundern, dass er auch dieses Instrument sehr bald beherrschte. Nämlich, noch in der Lehre, wirkte er bei einer Jazzkapelle als Posaunist mit. Nach einem Jahr Praxis in der Lehrfirma kehrte Max nach Zürich zurück, wo er sich beruflich als Offsetdrucket und dann wieder als Steindrucker betätigte. Sehr schnell fand er aber auch hier wiederum Kontakt, indem er der "Bull Train Skiffle Group" als Sologitarrist beitreten konnte. Mit Peter Meier zusammen, der bei den "Skiffels" das Waschbrett bearbeitete, mietete er bei Jecklin für Fr. 30 im Monat eine Bassgeige, -so begann seine Bassgeigenkarriere. Mit Ausnahme von drei Unterrichtsstunden erlernte er das Spiel auf diesem Instrument autodidaktisch, er stimmte nämlich die Bassgeige wie eine Gitarre, was Fachleute beim Zuschauen immer verwirrte. Durch den Film "Max und die Bassgeige", bei dem er Mario Feurer zum Mitwirken einlud, stiess er dann zum berühmten "Trio Grande". Vorher allerdings war er längere Zeit bei der Kapelle Rundum als Bassist, - als solcher spielte er mit allen mögichen Formationen zusammen, genannt seinen hier die Musikanten Thomas Marthaler, Ueli Mooser, Betschart aus Ibach, Sepp Huber. Dazwischen sah man ihn im Trio Panaché mit Flurin Caviezel und Rolf Hegi. Aber nicht nur als Bassist konnte man Max zu hören bekommen, während seiner Zeit bei den Skiffles hatte er sich nämlich noch das Schwyzerörgeli erstanden, das er ebenfalls einwandfrei spielte. Max war ein Vollblutmusiker, und besonders mit dem Trio Grande, ebenfalls aus solchen bestehend, wurde ständig und überall musiziert, sogar in der Eisenbahn. 1972 heiratete Max Vrei Wattenhofer und 1976 kam Mäxli zur Welt. Im gleichen Jahr eröffnete er seine eigenen Steindruckerei an der Gubelangstrasse in Zürich. Leider verliess uns Max in der Nacht vom 11. auf den 12. November 1985 für immer, kaum 47 Jahre alt. Wir alle, die ihn gekannt haben, werden ihn nie vergessen.

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