Leo Kälin
Daten
*12.10.1932 Uerzlikon bei Kappel am Albis ZHInstrumente
KlarinetteBiografie
Nachdem er sich als kleiner Bub auf einem Iten-Örgeli und auf der Blockflöte versucht hatte, nahm er ab 1944 während zweier Jahre Klarinettenstunden beim Dirigenten der «Harmonie Hausen am Albis», in die er anschliessend eintrat. 1947 gab er seine erste Vorstellung als Klarinettist an einer Hochzeitsfeier in Rifferswil, unweit von Uerzlikon, wo er die Jugendjahre verbrachte. Für die Begleitung sorgte sein Bruder Franz mit der Handorgel. Zusammen mit diesem und seinem zweiten Bruder Alois, die ihn beide in der Vergangenheit bedeutend gefördert hatten, ferner ergänzt durch den Akkordeonisten Franz Föllmi (* 1921), musizierte er von 1948 bis 1951 unter der Benennung «Kapelle Gebrüder Kälin». Um sich einen höheren Grad der Spieltechnik anzueignen und sich dadurch seinem Vorbild Kaspar Muther zu nähern, besuchte er 1953 das Konservatorium Zürich, wo ihn Karl Fanghänel schulte. Schon im August 1951 war es beim Turnspieltag in Mettmenstetten zum ersten gemeinsamen Auftritt mit dem Handorgelspieler und späteren Bassisten Emil Käppeli aus Obfelden (1911-1981) gekommen. Dieser hatte bis dahin im Kreis seiner Brüder unter der Bezeichnung «Bauernkapelle Gebrüder Käppeli» aufgespielt. Aus dieser Begegnung ging die Formation «Kälin.Käppeli» hervor, in der abwechselnd als Akkordeonisten Franz Kälin, Emil Amgwerd, Mario Schibig, Alois Birchler, Arnold Reichlin, schliesslich Franz Föllmi und dessen Sohn Richard mithielten, eine Gemeinschaft, die drei Jahrzehnte lang, bis zu Käppelis Tod, fortdauern sollte. Ihr Können bewies die Formation u.a. 1962 bei der ersten «Stadt und Land»-Direktsendung mit Aussenaufnahmen des Fernsehens, mit etlichen Radiosendungen seit 1958 und auf zahlreichen seit 1967 erschienenen Schallplatten. Leo Kälin, von Beruf Metallschleifer und Galvaniseur, der in Obfelden lebt und nunmehr unter dem Namen «Leo Kälin-Föll. mi» für die Volksmusik eintritt, hat sich auch als Komponist von einem halben Hundert Tänze hervorgetan, wovon ein Teil im Verlag Fridolin Feldmann im Druck erschienen ist.Objekte