Gottfried Aegler
Daten
*10.5.1932 Erlenbach im Simmental BEInstrumente
Klarinette BlockflöteBiografie
Der in Erlenbach im Simmental aufgewachsene und dort seit 1966 als Musiklehrer wirkende Wirtesohn entwickelte sich vom Akkordeonspieler über den Dirigenten von Blasmusik- und Handharmonikavereinen zum Soloklarinettisten sinfonischer Orchester. An den ersten Unterricht 1945 auf der chromatischen Handorgel schloss sich, parallel zu seiner Typographenlehre, von 1950 bis 1954 eine gründliche Ausbildung zum Klarinettisten unter Willy Tautenhahn am Konservatorium Bern an. Im Verlauf seiner Fortbildung, die Lehrdiplom als Klarinettenlehrer gipfelte, erworben durch Absolvierung der Berufsschule am Konservatorium Bern von 1972 bis 1975, zählten Stephan Jaeggi, Bruno Goetze und Thomas Friedli zu seinen Lehrern. 1965 wurde ihm ferner der Fachausweis für Akkordeonlehrer zuerkannt. Ab 1948 Mitwirkender in mehreren Blasmusikkorps, gelangte er 1950 zu Ländlermusik als Partner seines Vaters, des gleichnamigen Klarinettisten (1905-1956), in dessen Kapelle "Alphüttli". Bis er dann 1968-1970 unter „Kapelle Gottfried Aegler, Erlenbach“ und seit 1971 neben Hansruedi Fuhrer (*1937), Akkordeon/Schwyzerörgeli, in der Innerschweizer Besetzung als Formation „Aegler-Fuhrer“ durch mehrere Langspielplatten, viele Radio- und Fernsehsendungen hervortrat, unterstützte er musikalisch von 1953 an die Kapellen „Gurten Bern“, „Bärner Mutze Münsingen“, „Dänzer-Seewer“ und „Heimatklänge Thun“. 1965 rief er gemeinsam mit Max Weilenmann die vierköpfige „Ämmitaler Husmusig“ ins Leben, die überlieferte Berner Tanzweisen neu aufleben liess. Der Blasmusikpflege dient die deutschen Gruppen nachgebildete, 1980 gegründete elf Mann starke Unterhaltungskapelle „Gottfried Aeglers lustige Blasmusikanten“. Die Volksmusikbewegung hat aus Aeglers reichem Fachwissen öfters Nutzen gezogen, indem sie ihn zum Wertungsrichter an Handharmonika-Wettspielen und Jurymitglied bei eidgenössischen Ländlermusikfesten ernannte. Anerkennung gefunden hat er bei Ländlerfreunden besonders durch sein Blockflötenspiel, worin er sich neben Otto Truttmann aus Seelisberg stellte. Der eigenen 1968 errichtete kleiner Musikverlag vertritt seit 1976 auch das kompositorische Schaffen des verstorbenen Maurice Thöni. Aegler, der als seine Vorbilder Edi Bär und Kaspar Muther bezeichnet und aus dessen Feder bisher rund 40 Tänze stammen, betätigt sich überdies seit langem als Klarinettenlehrer an der Musikschule Region Thun, erster Klarinettist im Thurner Stadtorchester und Mitglied der Kammer-Solisten Thun.Objekte