Max Weilenmann
Daten
*02.11.1914 Allschwil BLInstrumente
Schwyzerörgeli AkkordeonBiografie
Schwyzerörgeler und Handorgelspieler, der als Sohn eines Fabrikarbeiters in Zurzach aufwuchs, dort die Primar- und Bezirksschule besuchte und dabei durch Alfred Leonz Gassmann (1876-1962), den verdienstvollen Volksmusikforscher, Gesangsunterricht erhielt. Er begann im zwölften Lebensjahr mit dem Spiel auf der diatonischen Handharmonika und wandte sich als Fünfzehnjähriger, beeindruckt von Maurice Thöni, seinem Vorbild, dem Akkordeon zu. 1936 trat er in die Musikschule seines späteren Schwiegervaters Gottfried Stucki in Münsingen ein, wo er Handharmonika unterrichtete und in dessen Kapelle «Bärnermutze» aufgenommen wurde. Mit dieser Formation musizierte er im darauffolgenden Jahr an der Pariser Weitausstellung und bespielte schliesslich bis zu ihrer Auflösung im Jahr 1965 rund 200 Schallplatten. Seine musikalische Entwicklung, wie seine Laufbahn, wurden massgeblich von Gottfried Stucki gefördert und mitbestimmt. Von ihm übernahm er 1969 nach dessen Tod den Musikverlag, den er in den letzten Jahren mehr und mehr in Richtung Schwyzerörgeliliteratur erweitert hat. Seit der Aufgabe des Musikgeschäftes und des Unterrichtsbetriebs im Jahr 1977 hat er sich neben dem kompositorischen und verlegerischen Schaffen in zunehmendem Mass seiner Sammlung von einem Dutzend Langnauerli und Schwyzerörgeli zugewandt und mit diesen Kostbarkeiten wiederholt Schallplatten unter dem Motto «Ämmitaler Huusmusig» aufgenommen. Dadurch hat er als erster das Interesse am Langnauerli, dem Vorläufer des Schwyzerörgelis, neu auf/eben lassen. Zu seinen Mitspielern zählte neben Gottfried Stucki der Wilderswiler Hans Balmer. Seinem Ruf als vielseitiger Handorgelspieler verdankt Weilenmann zahlreiche Auslandskonzerte, so in Paris, Stockholm, Singapur, Hongkong usw. Er lebt heute als Musikverleger in Thun.Objekte