Johann Jakob "Dävis Jock" Neff-Knechtle

Weitere Namen
Übername: Dävi's JockDaten
*26.7.1873 Appenzell AI, +6.7.1957 Appenzell AIBeruf
BaumwärterInstrumente
Geige KlavierOrte
Appenzell, Appenzell Innerrhoden, SchweizBiografie
Violinspieler, von Beruf Baumwärter. Sein Geigenspiel hatte er bei Lehrer Fässler in Schwende (1890er Jahren) und ab 1891 bei Anton Moser in Appenzell erlernt. Er stiess noch vor 1900 als 2. Geiger zum Streichquintett Moser, Appenzell als Nachfolger von Ignaz Dörig (Ackergnazi). Nach 1927 trat er neben Adolf Neff (1906-1976), Geige, unter «Streichmusik Neff» in Erscheinung und war während der dreissiger Jahre Mitglied der Formation «Edelweiss Trogen» von Hans Rechsteiner und in der Streichmusik Alpenrösli Oberegg (hier 2. Geige). Er bildete zudem viele Schüler in Geige und Klavier heran und war bis in seine alten Tage aktiver Musikant. Sehr guter Geiger mit grossem (geschriebenen) Repertoire und grossartigem Stil. In seinen Formationen spielte auch lange Zeit C.E. Fürstenauer aus Gais mit. Dieser "verehrte" ihn buchstäblich; hunderte von Hinweisen in dessen Noten-Büchern erwähnen, was Jb (Jakob) sagt; was Jb weiss; wen Jb kennt; wie Jb dieses Stück spielt, in welcher Tonart, mit welchen anderen Varianten usw.: "Dävi sät er heg 's Ackergnazi Buch zwenig aglueget. Jb sät er heg viel mit em Ackergnazi gspielt, er heg grossi Hend ond dennoh grossi Fertigkeit kaa" - "Dävi sät wenn er enn Tanz zwämol alluegi im Büchli so chön er enn oss-wen¬dig". Aus Fürstenauers Notizen geht auch hervor, dass Dävi strikte keine Noten herausgab "er gäb ke Stock eweeg, ond nüd ommen Föfliber" - "Frau Jb sät de Jok Alder seg cho ond heg gsät, öb er chönt de Sentiswalzer haa, do heg sie gsäd er söll gad is Mosers abi" - "Jb sät zommer: moscht ke Angst haa, i gebe eke Material her". Erinnerung v. Hans Kegel: als kleiner Bub durfte er an der Fasnacht 1929 im Löwen Gonten Dävi, Gehrseff sen. und Moser hören. Es war so kalt, dass die Innenwände weiss von Pike waren; Dävi habe mit fingerlosen Handschuhen Geige gespielt!Objekte