Streichmusik Edelweiss Trogen

Weitere Namen
Variante: Original Appenzeller Streichmusik EdelweissDaten
gegründet 1913 - 1982Instrumente
Kontrabass Hackbrett Cello Geige Geige AkkordeonBiografie
Gegründet wurde die Original Appenzeller Streichmusik Edelweiss 1913 in Trogen von Hans Rechsteiner, der damals Cello spielte. Erst später wurde Hans Rechsteiner der langjährige Hackbrettler im Edelweiss. Sein Bruder Jakob Rechsteiner bildete das Fundament mit dem Kontrabass. Hackbrett spielte in dieser Zeit Ulrich Graf (Nüggelers Uerech). Als Geiger gehörte der in Gais wohnhafte Emil Fürstenauer zur Gründungsformation. Der auch im Streichquintett Moser Appenzell spielende Jakob Neff (Dävisjock) gesellte sich zu der neu gegründeten Original Streichmusik Besetzung als Geiger. Das Streichquintett Appenzell mit dem berühmten Musiktalent Josef Peterer sen. (Gehrseff), Hackbrettspieler, sowie die Gebrüder Moser waren damals die grossen Vorbilder der Streichmusik Edelweiss. Das konnte man von Hans Rechsteiner vernehmen. In den 30er Jahren kam der junge Adolf Neff (Dävis Adolf), der Sohn von Dävisjock, als Geiger dazu. Später zog Dävis Adolf von Appenzell an den Bodensee nach Rorschach SG, von wo er noch lange an die vielen Auftritte mit dem Edelweiss startete. Die beiden Josef Inauen (Feldersseff und Franzsepp) sah man des öfteren in den 40er Jahren als Geiger mit dem Trogener Edelweiss. Als Akkordeonist wurde Alois Iten, ein gebürtiger Innerschweizer, beigezogen. Später stiess auch der aus Appenzell kommende Franz Wild (Wildjockelisfranz) als Akkordeonist dazu. So hatte die Streichmusik Edelweiss damals schon die Möglichkeit, zur schmissigen Kappellenbesetzung zu wechseln. Die Streichmusik Edelweiss wurde entscheidend geprägt von immer wieder wechselnden Besetzungen mit hervorragenden Appenzeller Musikanten wie etwa von den schon genannten Persönlichkeiten, vor allem aber von Emil Walser, dem vorzüglichen Geiger und Komponisten, der viele schöne und typische Appenzeller Stücke geschaffen hat. Viele dieser Titel werden noch immer vom heutigen Edelweiss Herisau gespielt. Im Jahre 1948 kam Ueli Alder aus Urnäsch dazu und spielte an der Seite von Emil Walser damals vor allem die 2.Violinstimme, Hornsepp, der im Horn bei Schwende aufgewachsene Josef Dobler, war der Bassist. Später bekam die von Bischelis Hans (Hans Rechsteiner) geleitete Kapelle Edelweiss Trogen tatkräftige Unterstützung vom Vollblutmusiker Jakob Alder, dem Cousin von Ueli Alder. Er strich vor allem das Cello oder wurde auch als Sekundgeiger eingesetzt. In der Kapellenbesetzung war auch der in Teufen wohnhafte Brusacoram Coelestin als Akkordeonist Mitglied im Edelweiss. In den 70er Jahren war auch Franz Manser (Baazli) aus Appenzell mehrmals mit dem legendären Edelweiss anzutreffen - als Akkordeonist oder auch am Kontrabass. m Februar 1972 verstarb der weitherum bekannte und hochgeschätzte Emil Walser unerwartet und viel zu früh an einem Herzinfarkt. In den 80er Jahren spielte das Edelweiss Trogen öfters in der kleineren Kapellenbesetzung, Hans Rechsteiner, Hackbrett, Hans Kegel aus Herisau Violine und Bass, der in Teufen wohnende Brusacoram Coelestin Akkordeon. Ende 1986 starb der inzwischen 93 jährige Hans Rechsteiner. Seit dessen Tod wird die gleiche Tradition neu in Herisau weiter geführt.Objekte