Toni Amrein
Weitere Namen
Bürgerlicher Name: Anton AmreinDaten
*15.1.1918 Schwarzenberg LUInstrumente
Klarinette SaxofonBiografie
Als Kind eines unbemittelten Landwirtes lebte er bis zu seinem achten Altersjahr in Schwarzenberg und von da an in Malters, wo sein Vater wiederum ein Bauerngut bewirtschaftete. Das erste Instrument, das er als Zehnjähriger von seinem Götti, dem Geigen- und Halszithermacher Anton Amrein, erhielt und das er nach Gehör spielen lernte, war eine achtbässige diatonische, sogenannte «Wiener»-Handharmonika. In diesem System sowie auf der chromatischen Handorgel – mit der letzteren lehrte ihn sein älterer Bruder umzugehen – bildete er sich mit bereits sechsundzwanzig Jahren in der Musikschule Fricker in Luzern fort. Bedeutungsvoller jedoch sollten sich für ihn die von Hans Roschi geleiteten Jungmusikantenkurse der Feldmusik Malters erweisen, die er 1937 besuchte. Als Inbegriff eines Ländlerklarinettisten galt ihm bald einmal Kaspar Muther. Sein musikalisches Rüstzeug rundete er schliesslich durch das Bassspiel ab, das er sich mit vierundzwanzig Jahren durch private Unterrichtsstunden zu eigen machte. 1943 gesellte er sich der Kapelle «Echo vom Stanserhorn» seines Lehrers Hans Roschi bei, was nach Kriegsende gar zu einer beruflichen Bindung führte. Roschi eröffnete zu dieser Zeit in Lenzburg ein Musikhaus, und Amrein, bis dahin ohne gelernten Beruf in der Landwirtschaft und im Baugewerbe tätig gewesen, zog zu ihm als Musiklehrer und Instrumentenreparateur. Neben zahllosen Aushilfsstellen als Bläser und Bassist in Formationen wie Giovanelli, Roos, Muther, Köbi Buser und andere hatte er ab 1950 in den folgenden Kapellen seinen festen Platz: 1950 bis 1956 Lustenberger-Landolt, 1953 bis 1968 «Pilatus» Zürich, 1968 bis 1987 «Pilatus» Kriens, 1979 bis 1987 Schwyzerörgeliduett Anderhalden-Rohrer (Kontrabass). Daraus resultierten viele Schallplatten, eingespielt seit 1945, Radio- und Fernsehdarbietungen sowie Auftritte in Innsbruck, München und auf Malte. Überdies hat er sich den Titel «Kantonaler» und «Eidgenössischer Veteran» durch seine langjährige Mitgliedschaft als Klarinettist bei den Musikgesellschaften Malters, Rickenbach, Lenzburg und Kriens verdient. Nach zehnjähriger Berufsarbeit bei Roschi fand er eine neue Erwerbstätigkeit in Luzern und übersiedelte nach Kriens, wo er noch 1987 als Rentner und aktiver Volksmusikant lebte. Einzelne seiner rund 20 Eigenkompositionen hat Emil Lustenberger in Noten setzen lassen.Objekte

