Gilbert Schwab

Daten
*14.6.1926 Payerne VD, +23.1.1998Instrumente
AkkordeonBiografie
Akkordeonist, der im Neuenburger Jura einen weitgehend eigenständigen, aus der Tradition der Pariser Schule hervorgegangenen Musette-Stil («Musette suisse») mitgeprägt hat. Seit seinem vierten Lebensjahr in Le Locle ansässig, erhielt er mit sieben Jahren Unterricht auf der diatonischen Handharmonika und genoss als Zwölfjähriger eine einjährige Ausbildung auf der chromatischen Handorgel. Durch Selbstunterricht und Fortbildungskurse arbeitete sich der ehemalige Mechaniker zum brillanten Akkordeonsolisten herauf, der seit rund zwei Jahrzehnten seine Kenntnisse als selbständiger Musiklehrer weitergibt. 1954 holte er sich den Titel eines Schweizer Meisters im Akkordeonspiel. Daneben konnte er für sein volkstümliches Musikschaffen mehrere Auszeichnungen durch die Massenmedien entgegennehmen. Bedeutung erlangte er vorab durch die Zusammenarbeit mit dem Akkordeonisten Gilbert Hofstetter (*1917), festgehalten auf fünf seiner insgesamt zehn Langspielplatten, aufgenommen seit 1955 mit Gitarrenbegleitung unter dem Begriff «Les Accordéonistes Jurassiens». Ausser etwas 20 Eigenkompositionen interpretiert Gilbert Schwab mit Vorliebe Stücke seiner Weggefährten Michel Geney, Roger Hirschy (*1928), Gilbert Hofstetter, André Nicolet und Emile Zeltner (*1902). Obwohl seit Jahrzehnten überdies der modernen Tanzmusik mit dem 5-Mann-«Orchestre Gilbert Schwab» verpflichtet, hat er für den Akkordeonklang seiner engeren Heimat wiederholt auch im Ausland geworben, so in Frankreich, Jugoslawien usw.Objekte