Ernst Niederberger

Weitere Namen

Übername: Poscht-Ernscht

Daten

*7.2.1927 Wolfenschiessen NW, +17.3.2016 Luzern

Beruf

Posthalter

Instrumente

Schwyzerörgeli Akkordeon

Orte

Wolfenschiessen, Nidwalden, Schweiz

Biografie

Wo ist die Person aufgewachsen? Wo war ihr örtlicher Lebensmittelpunkt? Ernst wurde als achtes von elf Kindern den Eltern Adolf und Marie Niederberger-Mathis im Bergheim in die Wiege gelegt. 1969 baute er im Engelberger Ortsteil Grafenort die Poststelle und nahm dort Wohnsitz. Gelernte(s) und verwendete(s) Instrument(e)? Ernst spielte sowohl Schwyzerörgeli als auch Akkordeon. Warum wollte die Person Volksmusik spielen? Ernst hatte Freude an der Musik machte dies zeitlebens zu seinem Hobby. In welchem Alter, wo, bei wem gelernt? Bereits im Schulalter gefiel ihm das Musizieren und er erlernte die ersten Grundbegriffe der Volksmusik von seinem Vater. Seinen Geschwistern gefiel dies auch, sodass man nach und nach im Familienkreis musizierte. Mit wem zusammengespielt? Besetzung? Namen der Formation(en)? Mit Jost Christen («Steini-Joscht») und dem Engelberger Bassisten Franz Dillier trat er als Formation «Echo vom Wallenstock» auf. Vorbilder? Vorbilder hatte Ernst eigentlich keine. Wenn ihm ein Tanz gefiel, erlernte er ihn. Aus seiner Feder stammen auch ein paar Eigenkompositionen. Besonderheiten im Repertoire? Gibt es z.B. bevorzugte Komponisten, Taktarten? Bevorzugte Komponisten waren Franz Feierabend, Kasi Geisser und Rees Gwerder. Besonderheiten in der Spielart? Gibt es z.B. eine bevorzugte Stilart (z.B. Illgauer-, Berner-Stil, konzertante Musik, Stimmungsmusik usw.)? Wurde mehrheitlich vorgespielt oder begleitet? Ernst hatte ganz klar die Innerschweizer Örgelimusik ins Herz geschlossen. Er spielte mehrheitlich die erste Stimme. Bei welchen Anlässen ist man mehrheitlich aufgetreten? Seine Auftritte reichten vom Stubete-Besuch über Hochzeitsfeste bis zu Heimatabenden und Geburtstagsfeiern. Er liebte geselliges Beisammensein und hatte, wenn's drauf an kam, viel Sitzleder. In Stans stand Ernst als Trachtenmusikant im Einsatz. In Engelberg spielte er mit Kari Hurschler (Bläser) und Franz Dillier (Bass) zusammen ebenfalls in der „Trachtämöisig“ auf. Waren die Trachten-Auftritte im Hotel Bänklialp, spielte meistens Johann Aregger am Bass mit. Gibt es Auftritte, die einen besonderen Stellenwert haben? Unvergesslich sind die Auftritte anlässlich der Empfänge von Weltmeisterin Erika Hess. An einem dieser Feste war Wisel Gyr zugegen, der die Musiker ins Fernsehstudio für die Sendung «Für Stadt und Land» engagierte. Gibt es interessante, lustige Episoden aus dem musikalischen Leben? Ja solche gibt es etliche. Eine davon handelt von einem Engagement im Kanton Aargau. Um rechtzeitig vor Ort zu sein und wegen der schwachen geographischen Kenntnisse des Chauf-feurs nahm man den Weg frühzeitig unter die Räder. Doch, je mehr man glaubte dem Ziel näher zu kommen, desto überraschter war man, wie lange die Fahrt dauerte. Irgendwann tauchte dann doch ein Wegweiser zum Auftrittsort auf. Im Nachhinein sorgte die Irrfahrt für Gelächter; es stellte sich heraus, dass die Musiker wegen Falschabbiegens mehrere Zusatzrunden gedreht hatten. Auszeichnungen? Ehrungen? Gewonnene Preise? Ernst und seine Musikanten nahmen gerne an Wettspielen teil. Dazu zählten auch die „Eid-genössischen“ des VSV. Gibt es Eigenkompositionen? Sind Noten vorhanden? Es liegen eine CD mit Eigenkompositionen und Notenpartituren vor. Erwähnenswert sind besonders: «Abschied vom Chreyz», «Es Tänzli fir s'Miäti», «Im Ribigärtli» aber auch der «Peschtler-Schottisch». «Dr Altzeller», eine weitere Niederberger-Komposition, hat es sogar ins Repertoire des bekannten Bläsers Edy Wallimann geschafft. Diese Informationen wurden im Rahmen des Projekts "Die instrumentale Unterwaldner Volksmusik-Landschaft" erarbeitet.

Objekte