Martin Broder

Daten

*09.10.1906 Sargans SG, +19.01.1985 Sargans SG

Beruf

Musikschulleiter Dirigent Musiklehrer

Instrumente

Akkordeon Trompete Kontrabass Club-Diatonische Harmonika

Orte

Sargans, St.Gallen, Schweiz

Biografie

Akkordeonist, der neben Christian Lampert jahrzehntelang das volksmusikalische Geschehen im Raum St. Galler Oberland und der Bündner Herrschaft mitbestimmt hat. Als Sohn des Landwirtes und Trompeters Heinrich Broder an seinem Geburtsort aufgewachsen, wo er bis zur Gründung einer eigenen Musikschule 1932 im elterlichen Betrieb mithalf, erhielt er 1919 Unterricht in Streichzither. Darauf eignete er sich weitgehend im Selbststudium nacheinander das Spiel auf der Trompete, der Bassgeige, dem Akkordeon (1924) und der diatonischen Handharmonika an. 1922 nahm er das Musizieren mit seiner nach ihm benannten Formation auf, besetzt mit zwei Klarinetten, Akkordeon und Bass, die vorwiegend Stücke von Kasi Geisser und Jost Ribary darbot und die er bis 1972 unterhielt. Häufiger noch begegnete man ihm aber von 1926 bis 1946 als Stütze der von Christian Lampert geleiteten Kapelle "Falknis". Zielstrebig bildete er sich gleichzeitig zum Dirigenten und zur Lehrkraft heran, studierte Harmonielehre und legte 1937 in Basel die Prüfung für Volksmusiker ab. Dieses musikalische Rüstzeug ermöglichte ihm einerseits den Ausbau der Musikschule, die in den fünfziger Jahren bis zu 80 Schüler zählte, andererseits eine rege Tätigkeit als Leiter von Ortsvereinen. So stand er während 38 Jahren dem Handharmonika-Club Sargans vor, dirigierte 17 Jahre lang den Orchester-Verein Bad Ragaz und 9 Jahre hindurch das dortige Unterhaltungsorchester. Ferner leitete er im Aktivdienst als Trompeter-Gefreiter das Bataillonsspiel 283 und das Festungsspiel Sargans. Dies mag ihn auch zu seinen 17 Kompositionen für Harmoniemusik angeregt haben, die er neben rund 100 Tänzen für Handharmonika und Ländlerkapelle, mehrheitlich erschienen in den Verlagen Walter Wild und Fridolin Feldmann, schrieb.

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