Thuri Brügger

Weitere Namen

Bürgerlicher Name: Arthur Brügger

Daten

*3.6.1928 Adelboden BE, +Februar 2010

Instrumente

Akkordeon Schwyzerörgeli

Biografie

Akkordeonist/Schwyzerörgeler. Er wuchs in Adelboden im Schoss einer Familie mit zwölf Kindern auf, die gemeinsam ein viel beachtetes Jodelchörli bildete. Sein Vater, der zudem auf einem achtbässigen Schwyzerörgeli musizierte, weckte in ihm die Freude am Handorgelspiel. Doch erst nach Schulende sollte es Arthur Brügger möglich sein, mit seinem ersten selbstverdienten Geld ein Schwyzerörgli auf Abzahlung zu erwerben, das er ohne Anleitung nach Gehör spielen lernte. Als Grundlage dienten ihm vorab die Schallplatten der Kapelle «Alpengruss Frutigen». So waren es denn auch insbesondere die Spielart und die Tänze deren Leiters Lorenz Giovanelli, ferner die Melodien von Geisser, Ribary, Muther und Stocker, die seinen Stil prägten. Kurz nach Kriegsende wirkte er zuerst, entgegen den Erwartungen, zwei Jahre lang als Bassist in einer Kapelle mit. Nachdem er sich inzwischen ohne fremde Hilfe ebenfalls das Musizieren auf der chromatischen Handorgel angeeignet hatte, gelangte er 1948 als Akkordeonist zur Kapelle Sieber aus Einigen. Für seine weitere Entwicklung massgebend wurden indessen jene sechs Jahre bis 1951, in denen er aushilfsweise Lorenz Giovanelli auf der Handorgel begleitete und im Verlauf dieser Zusammenarbeit bei vielen Radio-Direktsendungen zum Zuge kam. Danach schritt er zur Gründung der eigenen Kapelle «Echo von Adelboden». Während diese Viererformation in ihrer Frühzeit einen Bläser miteinbezog, begnügte sie sich später mit zwei Akkordeonisten und einem Bassisten, zu denen sich schliesslich Arthur Brüggers Tochter am Schwyzerörgeli gesellte. Einen wichtigen Beitrag zur musikalischen Ausdrucksweise dieser Kapelle, die für den Bernerstil charakteristisch ist, leistete der junge, 1983 tödlich verunglückte Akkordeonist und Komponist Hans Thüler (1947 bis 1983) vom Hotel «Schönegg», Adelboden, wo die Formation regelmässig aufzuspielen pflegte. Den Durchbruch hatte Arthur Brügger 1958 mit seinen ersten Schallplatten, die ihn auch als ideenreichen Melodienschöpfer herausstellten. Seinen Namen tragen heute rund 130 Tänze, darunter der oft gespielte «Längflue-Marsch». Eine zentrale Stellung in seiner Laufbahn nimmt das Schwyzerörgeli ein. Dasselbe spielte er im Duett oder im Quartett unter den Namen «Echo von Adelboden», «Die lustigen Bergler», «Die lustigen Walliser» und «Echo vom Grenchenberg». Nach seinem Wegzug von Adelboden 1959 lebte er bis 1964 in Grenchen, dann in Cort6bert, um sich schliesslich 1970 in Thun niederzulassen. Hier widmet er sich seit kurzem ganz dem Handorgel- und Schwyzerörgeliunterricht als Lehrer der Musikschule der Region Kandertal.

Objekte