Josef Feierabend

Daten

*17.3.1914 Engelberg OW

Instrumente

Klarinette

Biografie

Sohn von Franz Feierabend. Sein Geburtshaus ist das Restaurant «Zum Wasserfall», seit eh und je Treffpunkt der Ländlermusikanten, wo er mit vierzehn Jahren seinem Vater nachzueifern begann und das Spiel auf der chromatischen Handorgel nach Gehör erlernte. Schon bald musizierte er entweder allein oder am Klavier begleitet von seinem Bruder Franz zum Tanz. Musikalischen Umgang pflegte er bisweilen auch mit anderen Spielern, die sich im elterlichen Gasthaus einfanden, so etwa mit Remigi Blättler. 1938 wählte er anstelle der Handorgel die Klarinette zum Hauptinstrument und eignete sich zu deren Studium die Kenntnis der Notenschrift an. Nach der Schule hatte er zuerst im bäuerlichen, dem Restaurant zugehörigen Betrieb seiner Eltern harte Arbeit verrichtet, worauf er sich ein Jahrzehnt lang auf der Fürrenalp mit dem Sömmern des Viehs abgab. Dazwischen fand er immer wieder zurück zur gemeinsamen Musikausübung im häuslichen Kreis mit seinem Vater, seinem Bruder Franz und dem Akkordeonisten Friedrich Häcki. 1944 übernahm er von seinem Vater die Wirtschaft. Zum Freundeskreis zählten danach die Brüder Hans und Oskar Della Torre, mit denen er zusammen ein Musiktrio bildete, besonders aber der Bläser und Briefbote aus Engelberg Hans Kuster (1920-1964), sein Schwager. In der Formation «Kuster-Feierabend» zeigte er sich denn auch ausgangs der fünfziger Jahre auf der Höhe seines Könnens, wie es die 1959 erschienene, dem Schaffen Kasi Geissers ge, widmete Decca-Langspielplatte bezeugt. Ein Grosser, der Josef Feierabend für sein vorzügliches Gehör Lob zollte, war Jost Ribary senior, der vielmals im Gasthaus «Wasserfall» zum Klarinettenwettstreit mit dem Engelberger antrat.

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