Fridolin Feldmann

Daten
*31.01.1913 Schübelbach SZ, +03.10.1972 Lachen SZBeruf
FabrikarbeiterInstrumente
AkkordeonBiografie
Handorgelspieler und Musikverleger. Als zweitältestes einer Familie von zehn Kindern in engen Verhltnissen aufgewachsen, blieb ihm eine Berufsausbildung versagt, so dass er nach der Schulentlassung mit Fabrikarbeit, als Ausläufer einer Metzgerei und Landarbeiter im Zürcher Oberland vorliebnehmen musste. Sein Vater, August Feldmann, spielte Schwyzerörgeli und weckte in ihm früh die Freude an diesem Instrument. Schon als Zehnjähriger durfte er mit ihm zusammen an öffentlichen Anlässen mitwirken. Die musiktheoretischen Kenntnisse vermittelten ihm in Wald der dort als Handharmonikalehrer tätige Walter Wild sowie Musikdirektor Jakob Egli. Als er zwanzig war, lehrte ihn Gottfried Rütsche in Oberdürnten das Spiel auf der chromatischen Handorgel, worauf er mehrere Jahre gemeinsam mit dem Klarinettisten Ernst Steiner und neben seinen drei Brüdern Otto, Josef und August in der Kapelle «Schwyzerhüsli» seines Vaters mitspielte. Weiter half er bei Jost Ribary und Martin Beeler aus. Die Gelegenheit, den Lebensunterhalt allein aus der Musik zu bestreiten, ohne die Risiken des Berufsmusikers eingehen zu müssen, bot sich ihm 1945 durch den Erwerb des Verlages Wolf, Männedorf, womit er den Grundstein zu seinem Geschäft in Uznach legte. Walter Wild, Partner bei seinen ersten Schallplattenaufnahmen, sowie Fred Grossglauser liehen ihm als erste ihre Unterstützung beim Aufbau eines eigenen Volksmusikverlages. Dieser zählte schon bald die Spitzen der Ländlermusikszene jener Jahre, allen voran Jost Ribary, Albert Hagen, Edwin Bär und Hugo Bigi, zu seinen ständigen Komponisten. 1959 richtete er sein Unternehmen, dem er einen Schallplattenhandel und eine Handharmonikaschule angegliedert hatte, in Lachen ein. An der Seite seiner Gattin Erika Feldmann (*1922), die gleichfalls komponierte, erteilte er Unterricht, bespielte zusammen mit ihr sowie den Brüdern Inglin, dem Orchester Martin Beeler und der Kapelle Edwin Bär viele Schallplatten, befasste sich aber besonders mit der Verlagsproduktion, die sich am Ende - seine eigenen rund 70 Tänze mitinbegriffen - auf über tausend Titel belief. Nach seinem Tod gelangte der umfangreiche Verlag, einer der bedeutendsten seiner Art, in den Besitz der Edition Walter Wild.Objekte