Fritz Fiechter

Daten

*8.1.1929 Langnau im Emmental BE, +28.4.2016 Grosshöchstetten

Instrumente

Schwyzerörgeli

Biografie

Mit zehn Jahren lehrte ihn sein Vater, Besitzer eines achtbässigen Eichhorn-Örgelis, das Schwyzerörgelispiel. Dieser war Landwirt und führte einen Alpwirtschaftsbetrieb auf der Aeugsternalp, wo Fritz Fiechter aufwuchs. Den ersten Auftritt hatte er junge Emmentaler als Dreizehnjähriger im naheliegenden Kurhaus Lüderenalp. Als er nach der Schule in Hasle-Rüegsau in die Metzgerlehre kam, nahm er sich die chromatische Handorgel vor, deren Spiel er sich ohne Noten und fremde Hilfe aneignete. 1949 entstand das Trio Fiechter, das Fritz Fiechter und seinen Bruder Alexander, beide Akkordeon/Schwyzerörgeli, sowie Hans Wittwer, Bass, einschloss. In dieser Aufstellung brachte es Fritz Fiechter 1954 zu seiner ersten Single-Schallplatte. Im selben Jahr erhielt diese sich an Giovänelli und Brügger anlehnende Berner Formation Zuzug durch Paul Aeschlimann, Klarinette/Saxophon. Sie legte sich danach den Namen «Bergblüemli Utzigen» zu und blieb über drei Jahrzehnte zusammen. Nebenher lief das «Schwyzerörgeli-Trio Gebrüder Fiechter», das auf vier Langspielplatten und zwei Singles zurückblicken kann. Inzwischen in Schlosswil ansässig geworden, wandte sich Fritz Fiechter 1972 dem Schwyzerörgeliunterricht zu. 1981 konnte er das «Schwyzerörgeliquartett Familie Fiechter, Schlosswil» aus der Taufe heben, an seiner Seite die beiden Töchter, Örgeli, und die Gattin, Kontrabass. Dieses gelegentlich auch mit «Familienkapelle Fiechter» bezeichnete Schwyzerörgelitrio spielte u.a. 1983 in North Carolina, USA. In seiner Stilrichtung gibt es sich sowohl bernerisch als auch bündnerisch, indem es Tänze von Straub, Glauser, Zinsli und jene rund 80 Stücke seines Leiters vorzieht. Im Hauptberuf ist Fritz Fiechter heute Verkaufsberater für Futtermittel.

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