Josef Gmür
Weitere Namen
Variante: Sepp GmürDaten
*2.5.1921 Rüti ZHInstrumente
Klavier AkkordeonBiografie
Während seiner Schulzeit in Rüti ging er als Zehnjähriger zu einem Musikdirektor in die Klavierstunde. Seiner Neigung zur Volksmusik folgend, eignete er sich vier Jahre danach das Spiel auf dem Pianoakkordeon an. Gerne wäre er Berufsmusiker geworden, doch es fehlte die materielle Grundlage für ein Musikstudium. So durchlief er eine Lehre als Werkzeugmacher, wobei er sich nebenher zusammen mit seinem Bruder als Tanzmusikant versuchte. Als er zwanzig war, wurde Jost Ribary auf ihn aufmerksam, der ihn von 1941 bis 1945 in seine Kapelle holte. Einen neuen Arbeitsplatz fand er nach Kriegsende im Musikverlag Walter Wild. 1946 trat er der Formation Martin Beeler bei. Im gleichen Jahr bestand er die Prüfung als Akkordeonlehrer, was ihm ermöglichte, in Laufenburg am Rhein eine Musikschule zu eröffnen. Seit 1948 wieder in Rüti ansässig, wo er sich in zunehmendem Masse der Ausbildung von Klavier- und Akkordeonschülern annahm, bekannte er sich abermals zur Ländlermusik. In Armin Schön (":" 1919), seinem Partner von 1947 bis 1960, und Anton Schuler (* 1933), den er von 1961 bis 1972 begleitete, verfügte er jahrzehntelang über zwei zugkräftige Innerschweizer Bläser. Dass ihm der Sinn nach einer gründlichen Musikausbildung stand, bewies er 1951 mit dem Besuch der Musikakademie in Zürich. Seit 1973 ist er im Duo beschäftigt und dabei vorwiegend der Tanz- und Unterhaltungsmusik verpflichtet. In der konzertanten Musik wirkte er während 22 Jahren als Organist und Kirchenchorleiter in Wald und als Musiklehrer an der Klosterschule Wurmsbach am Obersee. Zudem war er Mitgründer des Schweizerischen Akkordeonlehrer-Orchesters. Unter seiner Leitung steht auch seit langem das Akkordeon-Orchester Rüti. Die Ländlermusik verschaffte ihm häufig Zugang zu den Radio-, Fernseh- und Plattenstudios. Zu Buche schlagen ferner sein halbes Hundert Eigenkompositionen, teils von Helbling und Wild verlegt.Objekte