Josef Imholz
Weitere Namen
Übername: Adler-BebiDaten
*23.12.1925 California Fremont, +10.5.2006Instrumente
AkkordeonBiografie
Handorgelspieler, kam als Kind von Schweizer Eltern in Kalifornien zur Welt, wohin sein Vater, ein Schwyzerörgeler, erstmals 1905 ausgewandert war, um als Melker und Farmer zu arbeiten. Dort lebte Josef Imholz bis zum dritten Altersjahr, worauf seine Eltern mit ihm in die Schweiz nach Bürglen zurückkehrten. Als Zehnjähriger erhielt er bei Alois Dittli in Erstfeld Unterricht in diatonischer Handharmonika nach Noten. Unter Anleitung seines Onkels und Göttis Alexander (Xandi) Imholz in Altdorf wechselte er mit vierzehn Jahren auf die chromatische Handorgel. Dabei eignete er sich gleich das Stegreifspielen an. So war es ihm möglich, sich durch das Abhören von Schellackplatten aus den zwanziger und dreissiger Jahren ein Repertoire zuzulegen. Richtungweisend wurde für ihn zusehends der Stil des oft im Restaurant seines Vaters, dem «Adler» in Bürglen, aufspielenden Köbi Buser. Ab 1943 musizierte er zusammen mit den Gebrüdern Franz und Karl Gisler, doch legte er den Grundstein zur Erfolgskarriere erst mit dem Auftritt seiner Kapelle «Echo vom Kinzig» an der Klausenkilbi 1946. In Max Gisler (*1925), Handorgel, und Walter Gerig, Bass, verfügte er über zwei verlässliche Partner, die im Verein mit ihm den Namen «Echo vom Kinzig» während vier Jahrzehnten u.a. auf fünf ab 1961 erschienenen Langspielplatten zu einem Begriff für urtümliche Volksmusik werden liessen. Durch Zuzug eines Klavierspielers, so etwa Josef Gisler, stellt sich die Formation häufig als Quartett vor. Josef Imholz, Inhaber eines Sport- und Schuhgeschäfts in Bürglen, hat in seinen Tänzen wirkungsvoll überliefertes Melodiengut mit eigenen Themen und solchen von Märchy, Meier usw. zusammengefügt.Objekte