Paul Kurt
Daten
*11.09.1919 Bern, +10.01.1993 BernInstrumente
AkkordeonBiografie
Akkordeonist, lebt seit jeher in der Bundesstadt, wo er als Elfjähriger mit Hilfe einer einfachen diatonischen Handharmonika nach Gehör zu musizieren begann. Um 1935 erweiterte er seine Kenntnisse auf einer chromatischen Stradella-Orgel und trat alsbald zusammen mit Walter Hofer (1920-1983) auf, dem späteren Jodelliederkomponisten («s'Müetti»). Interessiert zeigte er sich auch frühzeitig für die Klarinette, die er zuerst in der Musikgesellschaft Zollikofen und dann bei Fred Grossglauser spielen lernte. Seltsamerweise versuchte er sich auf ihr nie als Ländlermusikant, wenngleich er aus den Erfahrungen im Umgang mit diesem Instrument beim Komponieren seiner rund 300 selbstverlegten Tänze reichlich Gewinn zog. Unter dem Eindruck eines Könners wie Albert Hagen und durch Privatstunden geschult, gewann er als Akkordeonist zusehends an Bedeutung und wurde so um 1945 von Fred Grossglauser in dessen Kapelle «Bärner Bär» gerufen. Auch Max Weilenmann von den «Berner Mutze» oder die Gebrüder Pulver u. a. holten den kleingewachsenen Stadtberner gelegentlich in ihre Formation. Seine weitere Laufbahn wurde nach der Zusammenarbeit mit Grossglauser etwa von 1955 an durch die eigenen Kapellen «Fidelio Bern» und «Paul Kurt Bern» bestimmt. Paul Kurt ist auf rund 200 Schellackplatten zu hören, die seit 1947 je zur Hälfte mit Grossglauser und den eigenen Kapellen entstanden sind. Der heute als Notensetzer beschäftigte Rentner versah über 40 Jahre den Dienst eines kantonalen Beamten.Objekte