Nelly Leuzinger

Daten

*31.5.1949 Zürich

Instrumente

Klavier

Biografie

Ländlerpianistin, aufgewachsen in Zürich, von Beruf Sekretärin mit Handelsdiplom der Kantonsschule Hottingen, stammt aus einer musikalischen Familie. Ihr Vater, der längere Zeit die Kapelle «Echo vom Limmattal» führte, spielte Klavier und Akkordeon. Auch Nelly Leuzingers Onkel bewegte sich in der Volksmusikszene: er blies Klarinette und Saxophon. Nach ersten Versuchen auf dem Klavier unter Anleitung ihres Vaters erhielt die künftige Nachfolgerin von Hans Frey von ihrem achten Lebensjahr an eine klassische Klavierausbildung bei einem privaten Musiklehrer. Dies ermöglichte ihr schon bald das Zusammenspiel mit ihrem Vater, durch den sie starke Impulse für die volkstümliche Musik empfing. Nichtsdestotrotz brachte sie vor Publikum Klavierstücke von Chopin zu Gehör und bewies zugleich ein feines Gespür für Jazz, Boogie-Woogie und Ragtime. Ihre Neigung zur Volksmusik brach sich indessen zusehends Bahn. So lernte sie mit vierzehn Jahren im nachhinein das Spiel auf dem Pianoakkordeon und wirkte anschliessend zwei Jahre lang in einer Tanzkapelle mit. 1965 gewann sie als Sechzehnjährige bei einem Ländlerkapellentreffen im Saal des Hotels «Spirgarten» in Zürich den «Walter-Wild-Pokal». Es war ihr erster Auftritt als volkstümliche Klaviervirtuosin. Ihr Vortrag von Kompositionen ihrer beiden Vorbilder Hans Frey und Guido Minicus liess aufhorchen und verschaffte ihr Zugang zur ersten Garnitur der Volksmusikanten und damit noch im selben Jahr zu einer Fernsehsendung. Ihre weitläufige Berufsausbildung erlaubte ihr bis Ausgang der sechziger Jahre nur ein zeitweiliges Auftreten in verschiedenen Kapellen. Dies änderte sich von 1970 an, als sie regelmässig als Klavierbegleiterin und -solistin aufzutreten begann. So half sie mit von 1970 bis 1977 bei Guido Minicus, 1970 bis 1974 in der Kapelle Balmer-Nauer, 1974 bis 1977 in der Formation Dünner-Nauer und gesellte sich von 1978 bis 1980 dem Akkordeonduo Näf-Häusermann, ab 1980 dann Bruno Syfrig bei. Die in Zürich lebende vielseitige Musikerin, deren rund 45 eigene Titel seit 1970 auf etwa zehn Schallplatten aufgenommen wurden, gastierte des öftern am hiesigen Radio und Fernsehen. Beifall erntete sie ferner mit ihren Darbietungen in Hamburg, Amsterdam, Dublin, in Rabat, Nairobi und in Kalifornien.

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