Toni Odermatt

Weitere Namen
Bürgerlicher Name: Anton OdermattDaten
*9.7.1932 Alpnach OWInstrumente
KlarinetteOrte
Alpnach, Obwalden, SchweizBiografie
Wo bist du aufgewachsen? Wo ist dein gegenwärtiger örtlicher Lebensmittelpunkt? Toni Odermatt wuchs, auf dem Heimwesen „Brand“ in Alpnach auf und ist bis heute in Alpnach wohnhaft. Gelernte(s) Instrument(e)? Was spielst du regelmässig bei deinen Auftritten? Klarinette In welchem Alter, wo, bei wem hast du gelernt? 1947 begann Toni so richtig mit Üben und liess sich von Alois Flück unterrichten. 1948 kam er dann zur Musikgesellschaft Alpnach. Robert Barmettler, der Dirigent der Musikgesellschaft, ermunterte Toni sich am Konservatorium Luzern beim Klarinettenlehrer Mercenatti unterrichten zu lassen. Warum wolltest du Volksmusik spielen? Toni hatte schon als junger Bursche Freude an der Volksmusik. Wann und wo (bei welchem Anlass) hattest du deinen ersten öffentlichen Auftritt? An einer Schorieder Kilbi spielte die Kapelle Waldhuisli. Diese Musik hat Toni so gut gefallen, dass er spontan einige Tänze mitspielte. Hast du schon früher regelmässig in Formationen mitgewirkt? Namen der Formation(en)? Zeitraum (von-bis)? Namen der MitspielerInnen? Besetzung? Ab 1953 spielte Toni in der Kapelle Waldhuisli Alpnach. Seine Mitspieler waren damals an der Handorgel Ernst Wallimann, am Klavier Noldi Wallimann und am Kontrabass Sepp Fanger. 1970 verstarb dann, leider viel zu früh, Ernst Wallimann. Von da an spielten verschiedene Akkordeonisten wie Hugo Limacher, Walti und Clemens Gerig oder Georges Odermatt in der Kapelle. Die letzten Jahre wurde meistens zu dritt in der Kapelle aufgespielt, mit Toni an der Klarinette oder Saxophon, Noldi am Klavierakkordeon oder Klavier und Sepp am Bass. 2013 wurden nach 60 Jahren und unzähligen Auftritten die letzten Engagements bestritten. 1948 kam Toni zur Musikgesellschaft Alpnach. Dort begeisterte Toni dann als Lehrer über Jahre viele junge Musikanten für das Klarinettenspiel. 1952 besucht er die Trompeter Rekrutenschule in Luzern. Im gleichen Jahr war er Mitbegründer der ersten Neunermusik in seinem Dorf, der „Freudenberger Musik“ Alpnach. Für die Musikgesellschaft wendete er sehr viel Zeit auf, war auch viele Jahre in dessen Vorstand und während acht Jahren deren Präsident. Schliesslich wurde er vom „CISM“ (Internationaler Musikbund) für 60 Jahre Aktivmitgliedschaft bei der Musikgesellschaft mit einer Medaille geehrt. Hast du musikalische Vorbilder? Wenn ja, welche sind das? Neben Jost Ribary waren Edwin Bär, Heiri Meier und Kaspar Muther seine Vorbilder. Gibt es Besonderheiten in deinem Repertoire? Gibt es z.B. bevorzugte Komponisten, Taktarten? Neben den vielen Eigenkompositionen von allen Mitspielern der Kapelle Waldhuisli, spielte er oft Tänze von Jost Ribary. Gibt es Besonderheiten in deiner Spielart? Gibt es z.B. eine bevorzugte Stilart (z.B. Illgauer-, Berner-Stil, konzertante Musik, Stimmungsmusik usw.)? Spielst du mehrheitlich vor oder begleitest du lieber? Toni war in seiner Kapelle mit Innerschweizer Besetzung stets der Vorspieler. Neben seinem Ländlerrepertoire spielte er je nach Anlass und Publikum gerne auch Stimmungsmusik und Schlagermelodien. Bei welcher Art von Anlässen bist du mehrheitlich am Spielen? Wichtige und gern bestrittene Anlässe waren die Älplerkilbenen in Unterwalden. Sehr oft wurde an Jodlerkonzerten und Jodlerabenden für instrumentale Unterhaltung gesorgt. Aber auch an traditionellen Kilbenen und Alpfesten, Geburtstagen, Waldfesten, Hochzeiten und Seniorentanzanlässen spielte Toni immer wieder gerne auf. Gab es Auftritte, die einen besonderen Stellenwert für dich haben? In besonderer Erinnerung sind die Auftritte mit den Kernser Singbuben und Jost Marti in Berlin und die Auftritte bei Fernsehen und Radio geblieben. Gibt es interessante, lustige Episoden aus deinem musikalischen Leben? Die Kapelle Waldhuisli spielte im Berner Oberland an einem Tanzabend. Vor dem Auftritt offerierte der Wirt eine Verpflegung. Der Wirt fragte die Musikanten: „Wollt ihr Koteletts oder Grümpelwürscht“? Einer entschied sich für das Kotelett, die andern bestellten „Grümpelwürscht“. Das Kottelett mundete, bei den Wurstessern stellte sich aber heraus, dass es wirklich nur „Grümpel“ war. Man packte die Würste ein und nahm sie nach Hause. Zu Hause servierte man die Würste dem Hund. Dieser zeigte daran jedoch auch kein Interesse! Komponierst du auch? Sind Noten vorhanden? Toni komponierte im Lauf der Jahre 50 Tänze. Deren Noten sind in diversen Notenheften im Musikverlag Fanger, Alpnach erschienen. Gibt es von deiner Musik Tonträger oder Radioaufnahmen? Im Verlaufe der Jahre wurden diverse Schallplatten eingespielt. Auf Wunsch von Toni soll das Stück „Am Waldfäscht“, Marsch, aufgeschaltet werden. Gibt es von dir als Musiker Fernseh- oder eigene Filmaufnahmen? Es sind auch Fernsehaufnahmen gemacht worden. ( Schweizer Fernsehen, „für Stadt und Land“) Toni besitzt keine Aufzeichnungen davon. Diese Informationen wurden im Rahmen des Projekts "Die instrumentale Unterwaldner Volksmusik-Landschaft" erarbeitet.Objekte