Hans Oesch
Daten
*29.03.1936 Schwarzenegg BE, +07.02.2004 Unterlangenegg BEInstrumente
Akkordeon SchwyzerörgeliBiografie
Akkordeonist und Schwyzerörgeler, aufgewachsen als Spross einer kinderreichen Bauernfamilie in Schwarzenegg, wo er noch heute den elterlichen Hof bewirtschaftet. Zugang zur Musik fand er als Achtjähriger durch eine Hohner-Cluborgel. Mit vierzehn Jahren machte er sich mit der chromatischen Handharmonika vertraut. Dies tat er auf Rat eines Musiklehrers, der sein Naturtalent erkannt hatte, abermals nach Gehör und ohne fremde Hilfe. So eignete er sich anfänglich sein Spielgut vorab durch Anhören von Schallplatten an. Nach einem schweren Motorradunfall und einem mehrmonatigen Spitalaufenthalt entschlossen, den Schwingsport, dem er bis anhin gefrönt hatte, an den Nagel zu hängen, widmete sich Hans Oesch fortan neben seinem Beruf ganz dem Handorgelspiel. Zu ersten musikalischen Erfolgen kam er von 1955 bis 1959 mit der 4-Mann-Kapelle «Bärgfründe», die er u.a. zusammen mit dem Bläser Paul Meier und dem Schwyzerörgeler Robert Hofer gegründet hatte. Daraus ging anschliessend die Formation «Fidelio Heimberg» hervor, ein u.a. aus dem Klarinettisten Paul Loder und den Akkordeonisten Oesch und Hans Hirschi gebildetes Quartett. Nach einer zehnjährigen Dauer trat an dessen Stelle das «Trio Oesch». Ohne sich vom Akkordeon loszusagen, hatte sich Hans Oesch ab 1969 auf dem Schwyzerörgeli ausgebildet. Dasselbe setzte er künftig abwechselnd während zwölf Jahren neben dem Örgelispieler Hans Wyss ein, dessen Nachfolger Peter Reusser wurde. 1981 ging er daran, Schwyzerörgeliunterricht zu erteilen, und ehe zwei Jahre verflossen waren, erlaubte ihm die Zahl seiner Schüler, die Grossformation Simmental-Saanenland auf die Beine zu stellen. Eine Vielzahl der rund 70 eigenen Tänze fand den Weg in die Öffentlichkeit über Schallplatte, Kassette, Radio- und Fernsehsendungen.Objekte