Robert Pulver
Daten
*15.05.1928 Bern, +3.10.1972 BernInstrumente
TrompeteBiografie
Er entstammte einem altbernischen, in Oberbalm beheimateten Musikantengeschlecht, das über mehrere Generationen hinweg als ein Garant für bodenständige Klänge in der Bundesstadt galt. So führte sein Grossvater Friedrich (Fritz) Pulver (1870-1933), Schwyzerörgeli, in Bern gemeinsam mit seinen Brüdern die vierköpfige «Pulvermusik» an. Diese trat u. a. durch ihre Mitwirkung an der Landesausstellung 1914 in Bern hervor. Die Ablösung erfolgte durch Pulvers drei Söhne Werner (* 1894), Ernst (*1903) und Wilhelm (1907-1978), die mit ihm zusammen die Formation unter dem Namen «Ländlerkapelle Gebrüder Pulver Bern» in den dreissiger Jahren zur Blüte brachten. Einen ihrer begeisterten Anhänger hatten sie in Bundesrat Rudolf Minger. Als Fritz Pulver starb, nahm sein Nachkomme Wilhelm als Bassgeiger die Leitung an die Hand, der hinterher wiederum seinen 1928 geborenen Sohn Robert im Alter von dreizehn Jahren als Stütze zuzog. Von Beruf Maler, wie sein Vater, hatte Robert Pulver das Trompetenspiel als Siebenjähriger in der Knabenmusik seiner Vaterstadt erlernt und sich darin später am Konservatorium Bern weitergebildet. Während seine Vorfahren noch als absolute Stegreifmusiker gegolten hatten, beherrschte Robert Pulver das musikalische Handwerk bereits gründlich und besass so auch vorzügliche Notenkenntnisse. Dies bezeugen etwa seine rund 40 Kompositionen. Das unter der Bezeichnung «Original-Kapelle Pulver Bern» durch viele Radiosendungen und Schallplatten bekannt gewordene Quintett umfasste ausser ihm und seinem Vater den Klarinettisten Rolf Frank und die beiden Akkordeonisten Willi Scherler und Fritz Berger. Nach dem frühzeitigen Tod von Robert Pulver sorgte dessen Vater abermals für den Fortbestand der Formation, bis auch er 1978 starb, worauf das musikalische Erbe von seinem Enkel Robert (Anton) Pulver (* 1958), Trompete, übernommen wurde.Objekte