Tony Roos
Weitere Namen
Bürgerlicher Name: Anton Roos Variante: Toni RoosDaten
*20.01.1927 Horw LU, +25.12.1995 Dietfurt SGInstrumente
AkkordeonBiografie
Akkordeonist, wuchs als Sohn eines Ziegelbrenners, der gerne und oft musizierte, in Kriens auf und ging dort zur Schule. Seine Begabung trat schon früh zutage, lernte er doch als Achtjähriger mit dem Schwyzerörgeli umzugehen, wechselte zwei Jahre danach als Stegreifspieler auf das Akkordeon, hatte den ersten Auftritt bereits als Zwölfjähriger zu viert unter Obhut des Vaters an der Horwer Kilbi, lernte mit vierzehn Jahren das No. tenschreiben und brachte wenig später sein erstes Stück «Krienser Schlag» zu Papier. Einen starken Einfluss auf seine Entwicklung als Akkordeonist übte der Engelberger Franz Feierabend aus. Eine wesentliche Förderung erfuhr sein Talent durch den 1960 verstorbenen Klarinettisten und Trompeter Franz Brändli, Wirt auf dem Restaurant «Alpenrösli», Kriens, mit dem er oft zusammenspielte. Seine Fähigkeiten, die er fünfzehnjährig in einer Radiosendung bewies, ermutigten ihn zu Konservatoriumskursen über Volksmusik in Luzern. Als Folge davon widmete er sich von 1947 bis 1954 in der Feldmusik Kriens dem Spiel auf der Zugposaune. Er bestand die Prüfung als Militärtrompeter und wurde 1947 Trompeterrekrut. In der Volksmusikszene fasste er 1945 Fuss, indem er sich nacheinander mit Emil Lustenberger, Walter Blättler und Leo Altenbach («Roos-Altenbach») zusammenschloss. Mit der Kapelle «Aregger-Roos», gegründet 1951, die 1950 aus einer eher zufälligen musikalischen Begegnung mit Hans Aregger hervorging, und der ferner der verstorbene Bassist Gusti Hägler sowie der Klavierspieler Hermann Tanner angehörten, reihte er sich in die erste Garnitur der Ländlermusiker ein. Diese bis Ende 1959 dauernde Spielgemeinschaft bildete den Höhepunkt seiner Laufbahn. Bevor er 1964 seinen Beruf eines Schweisstechnikers aufgab und sich als Wirt in Frauenfeld niederliess, hatte er sich in seinem bisherigen Lebenskreis mit dem Akkordeonisten Werner Lustenberger zusammengetan und im weiteren im «Krienser Ländler-Trio» sowie im «Ländler-Trio Tony Roos» gespielt. An seinem neuen Wirkungsort kam 1965 die neben ihm mit Werner Strässle, Klarinette/Saxophon, André Maag, Klavier, und Sepp Bleiker, Bassgeige/Zugposaune, besetzte Formation «Roos-Strässle» zustande. Ausserdem zeichnete er sich als Interpret von Franz-Feierabend-Tänzen aus. Unter seinen eigenen, annähernd 100 Stücken hat der «Pilatus-Jodler-Marsch» am meisten Anklang gefunden. Roos lebte zuletzt in Dietfurt.Objekte