Josef Walpen
Daten
*4.5.1910 Grengiols VS, +22.8.1984 Grengiols VSInstrumente
Klarinette HackbrettBiografie
Sein Vater war ein Bauer und ein vorzüglicher Kirchensänger, der zehn Jahre in Kalifornien den Melkerberuf ausgeübt hatte. Zeitlebens in Grengiols beheimatet und dort mit seinem Bruder Adolf (":" 1909) eng verbunden, lernte Josef Walpen mit fünfzehn Jahren nach Anweisung das Klarinettenspiel aus dem Stegreif. Wegleitend waren für ihn in der Folge die Schallplattenaufnahmen mit Kasi Geisser und die Spielart von Hoffnuri aus Zermatt. Begleitet von seinem Bruder am Ha&brett musizierte er erstmals vor Publikum an der Fasnacht 1926 in Bister. In erweiterter Besetzung, zunächst mit Handorgel, dann zusätzlich mit Streichbass, wirkte die «Kapelle Gebrüder Walpen» jahrzehntelang weitherum im Rhonetal, bei Radio Bern und in Walliservereinen von Zürich usw. Eine Vielzahl von Spielern aus dem Oberwallis, vorab aus Mörel und Naters, unterstützten dabei musikalisch das Brüderpaar, das eh und je zusammenlebte und gemeinsam in der Landwirtschaft seinen Erwerb fand. Von sich reden machten auch die Formation «Walpen-Lengacher» und die «Oberwalliser Spielliit», gegründet 1956, bei denen der Klarinettist Josef Walpen ebenfalls die Melodie spielte, während der Geiger Josef Mutter die Begleitstimme ausführte und Adolf Walpen, Hackbrett, Josef Ritz, Akkordeon, sowie Sohn Walter Mutter, Bassgeige, für den akkordischen Unterbau sorgten. Neue, junge Kräfte p fegen heute unter der gleichen Bezeichnung als Oktett diese Walliser Stilrichtung. Als eine Besonderheit der Gebrüder Walpen verdient ihr vierhändiges Spiel auf dem Walliser Hackbrett (vierchörig/diatonisch) hervorgehoben zu werden, dem sie nachgerade ihren Bekanntheitsgrad verdanken. Mit dem Eigenbau dieses vom Untergang bedrohten Volksmusikinstrumentes setzten sie gleichfalls neue Massstäbe zu seiner Erhaltung. In der Musikgesellschaft «Alpengruss», Grengiols, zu dessen Gründern sie 1954 gehörten, spielte JosefWalpen, bis zu seinem Tode aktiver Musikant, das Sopransaxophon, während sich sein Bruder des Tenorhorns bediente. Die volkstümlichen Klänge dieses urwüchsigen Gespanns sind auf etwa 30 Schallplatten festgehalten.Objekte