Walter Märki

Daten

*1953 Aarau

Beruf

(Musik-)lehrer

Instrumente

Geige Hackbrett

Orte

Wattwil, St.Gallen, Schweiz Birr, Aargau, Schweiz

Biografie

Walter Märki (*1953) erhielt seine Berufsausbildung am Lehrerseminar in Aarau, ebenso Unterricht auf der Geige. Stets hatte er auch Interesse am Chorgesang. Als Primarlehrer arbeitete er in Birr AG während drei Jahren. Über die Beschäftigung mit Renaissance- und internationaler Volksmusik (Folkfestivals auf der Lenzburg) erhielt er Zugang zur Schweizer Volksmusik. Seine Ausbildung zum Werklehrer in Zürich führte zu ersten Kontakten mit Instrumentenbau und dem Hackbrettspiel. Die ersten musikalischen Kontakte ins Toggenburg entstanden durch Mitspiel im Kammerorchester unter der Leitung von Peter Roth; dank autodidaktischem Erlernen des Hackbrettspiels fand er den Zugang auch in die Streichmusik. Die Suche nach einem passenden Instrument führte Walter Märki zum Hackbrettbau; rund 30 Instrumente entstanden in seiner Werkstatt. Walter Märki wohnt seit 1982 in Wattwil, er spielt in der „Starchebächler Husmusig“ mit. Während drei Sommer als Angestellter an der Selunbahn kam er in intensiven Kontakt mit der Landwirtschaft und erhielt dabei Einblick in eine lebendige Volksmusiktradition. Seit 1985 unterrichtet er an der Musikschule Toggenburg, arbeitete am Aufbau eines Lehrgangs für Hackbrett und leitete Volksmusik-Ensembles; überdies war er Initiant von Volksmusiktagen und Gründer des Vereins „Rond oms Hackbrett“ (1994). Da ihm die Förderung des Zusammenspiels mit dem Hackbrett am Herzen lag, organisierte er regelmässige Workshops und Stobete. Als Leiter der „Wattwiler Striichmusig“ war er Geiger in der ersten und zweiten Stimme, er pflegte das Zusammenspiel mit Orgel nach eigenen Arrangements, es entstanden Hausorgeltänze, Tanzmusikstücke und Naturjodel. Beim Spiel zu Tanz und Unterhaltung in der „Starchebächler Husmusig“ sammelte Walter Märki reiche Erfahrungen. Drei weitere Musikanten pflegten mit ihm zusammen einen Musikstil zwischen Handorgelmusik von Hans Dörig einerseits, Volksmusik aus der Innerschweiz und der Appenzeller Striichmusig andererseits. Aus dieser Tätigkeit und diesem Spannungsfeld heraus entstanden im Lauf der Zeit zahlreiche Eigenkompositionen für Geige und Hackbrett. Die im Roothuus Gonten publizierteWalter Märki Sammlung enthält leicht spielbare Toggenburger Tanzlieder, Tanzstücke und Jodel (getragene, rhythmisch frei vorgetragene Melodien, auch Zäuerli genannt). Der grössere Teil der abgedruckten Musikstücke ist beim autodidaktischen Erlernen des Hackbrettspiels entstanden; dazu kommen einige traditionelle Stücke, die immer wieder gern gespielt werden.

Objekte