Edi Gasser (Lungern)

Daten

*30.11.1937 Lungern OW

Beruf

Lehrer

Instrumente

Horn Jodel

Orte

Giswil, Obwalden

Biografie

Edi Gasser wurde in Lungern als waschechter Obwaldner geboren. Nach der Primar- und Sekundarschule folgte ein Sprachaufenthalt in Frankreich. Mit reichen musischen Talenten ausgerüstet, wählte er den Beruf des Lehrers. Selbst guter Hornist und ausgebildet zum Dirigenten, leitete er viele Jahre die Harmoniemusik Giswil OW. Als begabter Lehrer, Erzieher und Gesangspädagoge verstand er es vorzüglich, seine Realschüler zu führen und auf das Leben vorzubereiten. Bei der Gründung des Jodlerklubs Giswil im Jahre 1960 war Edi Gasser als Gründer mit dabei. Er wurde gleichzeitig zum Dirigenten gewählt. Zusammen mit Ruedi Rymann hat er diese Jodler zu grossem Ansehen gebracht. Sein musikalisches Können und die Fähikeit, einen jungen Klub als gesanglicher Leiter zu führen – also seine Dirigententätigkeit – trug schnell Früchte. Bereits 1963, am Zentralschweizerischen Jodlerfest in Zug, wurde „sein“ Klub mit der Höchstnote ausgezeichnet. Dieses Prädikat hat er übrigens in den 31 Jahren, während er den Jodlerklub Giswil dirigierte, immer erreicht. Total hat er in dieser Zeit mit den Giswileren 28 Jodlerfeste besucht. Einige Jahre dirigierte er gleichzeitig den Jodlerklub „Fruttklänge“ Kerns OW, eine zeitlang auch den Männerchor Lungern. Weitere Erfolge auf gesanglicher Ebene führten dazu, dass der Zentralschweizerische Jodlerverband schon nach wenigen Jahren auf Edi Gasser aufmerksam wurde. 1969 wurde er erstmals an einem Verbandsfest in Schüpfheim LU als Kampfrichter eingesetzt. In den folgenden Jahren stand Edi Gasser immer wieder als versierter und begabter Kampfrichter an den Jodlerfesten in Buochs, Luzern, Ruswil, Altdorf sowie an den Berner Kantonalen Jodlerfesten in Aarberg, in Langnau und in Wangen an der Aare. Seine Jodlerfeste als Kampfrichter-Obmann: 1976 in Sarnen, 1978 am Eidgenössischen in Schwyz sowie 1981 in Burgdorf, 1979 Hauptberichterstatter am ZSJV-Fest in Willisau LU, sowie 1993 in Sarnen OW und 1996 in Thun. Es folgen in der langen Reihe noch weitere Feste und Unterverbandsfeste, an denen er als Kampfrichter amtete. In die Zeit ab 1980 fällt auch seine Mitwirklung als Kursleiter bei der Dirigentenschulung im ZSJV und im EJV. Zudem wurde er zur Erarbeitung eines neuen Bewertungssystems im Jodeln in das dafür verantwortliche Gremium des EJV berufen. Immer wieder war Edi Gasser an den Vorkursen für Kampfrichter vor Jodlerfesten dabei. Als das OK des Zentralschweizerischen in Engelberg OW mit Anmeldungen überschwemmt wurde, holte man Edi noch einmal, da dieser erfreuliche Grossandrang nur mit dem Einsatz von zusätzlichen Kampfrichtern zu bewältigen war. Seine Festberichte zeigten immer klar auf, was gemeint war, und sie waren deshalb für alle von Bedeutung. Bei der UJV (Unterwaldner Jodlervereinigung) war Edi mehrere Jahre Chorleiter; unter seiner Leitung wurde 1976 eine Langspielplatte aufgenommen. Der UJV würdigte seine Verdienste im Jahre 1985 mit der Ehrenmitgliedschaft. Als „Verbindungsmann Jodeln“ zum ZV ist er in der Eidgenössischen Kurskommission. Volle 31 Jahre stand Edi Gasser dem Jodlerklub Giswil als Dirigent vor und führte ihn – wie weiter oben geschildert – von Erfolg zu Erfolg; „Juizen“ war für ihn zu einem Bestandteil seines Lebens geworden. Seine Liebe zum Jodellied veranlasste ihn dazu, selber Lieder zu komponieren, vorwiegend nach eigenen Texten. Gern gehörte, wie auch gern gesungenen Melodien, wie: „Läbesfreid“, „Bärgkristall“, „Weisch nu?“, „Buechewald“, „Am Alphüttefäscht“, „Mier Jodler“ sowie die Duettlieder „Häb mi fest“und „s’liebi Gäld“ stammen aus seiner Feder. Die grosse Leidenschaft aber gilt dem „Naturjuiz“. Seinem Freund und Kamerad Ruedi Rymann stand er in musikalischer Hinsicht bei dessen Kompositionen von Jodelliedern und Naturjuizen zur Seite. Zum silbernen Jubiläum des Jodlerklubs Giswil veranlasste er im Jahre 1985 das Festspiel „Läbesfreid“. Nach seinem Rücktritt als Dirigent des Jodlerklubs Giswil im Jahre 1991 ist er ganz einfach in die Reihen gestanden und er singt auch heute im 2. Bass mit. Seine Worte und seine Entscheide haben immer noch Gewicht, sei es an Konzerten oder an Jodlerfesten. Für seine Erfolge als Dirigent, Komponist und Gestalter wurde er 1988 von der Schallplattenfirma Tell Record AG mit dem „Goldenen Tell“ ausgezeichnet. 1996 verlieh ihm der ZSJV die wohlverdiente Ehrenmitgliedschaft, 1997 erhielt er diejenige des Eidg. Jodlerverbandes. Quelle: https://www.ejdkv.ch/komponisten-lieder-verlage-textdichter/edi-gasser.html

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