Hans Schläpfer

Daten

*29.06.1920 Wil, +01.08.1994 Speicher AR

Beruf

Lehrer

Instrumente

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Orte

Herisau, Appenzell Ausserrhoden, Schweiz Urnäsch, Appenzell Ausserrhoden, Schweiz

Biografie

Hans Schläpfer, geboren am 29. Juni 1920, verbrachte seine Jugendzeit im st. gallischen Wil. Schon während seiner Ausbildung zum kaufmännischen Angestellten wurde ihm bewusst, dass er eigentlich kein Büromensch sei. Trotzdem beendete er die Lehre mit Erfolg, trat dann aber nach Gesprächen mit einem Freund und dessen Rat umgehend ins Lehrerseminar Schiers ein und genoss diese Zweitausbildung zum Primarlehrer. Zuerst als Stellvertreter und dann ab 1945 als gewählter Lehrer fühlte er sich bei den bodenständigen Urnäscher Kindern wohl. Neben der Vermittlung der Kulturtechniken wie Schreiben, Lesen und Rechnen waren ihm die gemütbildenden Fächer wie Werken und Singen sehr wichtig. In Urnäsch entdeckte er auch seine Liebe zum Brauchtum. Im Herbst 1952 heiratete Hans Schläpfer Elisabeth Gantenbein aus Herisau. Im Laufe der folgenden Jahre wurden dem Ehepaar vier Kinder geschenkt. 1957 folgte Hans Schläpfer dem Ruf der Schulkommission nach Speicher. Er unterrichtete bis zur Pensionierung 1986 an der Oberstufe im Zentralschulhaus. Während der zwölf Urnäscher Jahren entdeckte Hans Schläpfer neben den Schönheiten des Lehrerberufs auch den hohen Wert der Appenzeller-Volksmusik. Zusammen mit Musikanten, vorzugsweise den „Aldere“, weckte er in Vorträgen die Freude an der Original-Appenzeller-Streichmusik. Ganz besonders am Herzen lag ihm die Pflege und Erhaltung des appenzellischen Volksliedes. Aus Liebe zu Land und Leuten vertonte er eigene Texte und solche von Julius Ammann und Walter Koller. Durch die Publikation im Singbuch „Aus der Heimat“ für die Mittelstufenschüler sind Lieder wie „Mer hend e schös Ländli“, „Ond hesch ken Rappe Geld im Sack“, „Bi öös got all e Löftli“, „En Brommbass, e Giige“ zu echten Volksliedern und damit Teil des kulturellen Selbstverständnisses geworden. Die Verbreitung und Sicherung dieses Liedgutes unterstützte er nicht zuletzt durch sein Engagement über seine Pensionierung hinaus für den Speicherer-Jugendchor, „s’Gsängli“.

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