Vittorio Castelnuovo

Daten

*03.06.1915 Osogna TI, +17.09.2005 Bellinzona

Beruf

Poet, Komponist, Musiker

Instrumente

Akkordeon

Biografie

Akkordeonist, Sänger. Er entstammt einer kinderreichen Familie aus Osogna, wo er aufwuchs und anschliessend beruflich in die Fussstapfen seines Vaters, eines Steinhauers trat. Während er schon früh in der örtlichen Musikgesellschaft den Blechbass blies und sich dort das Notenlesen und -schreiben aneignete, fielen ihm bei seiner täglichen Arbeit fortwährend Melodien und Worte ein, die er zu Liedern formte. Mit 20 Jahren erlernte er zusätzlich und grösstenteils autodidaktisch Akkordeon spielen. So begegnete man ihm denn zur Zeit des Zweiten Weltkriegs bei den Truppen-Einheiten und anderswo im Tessin als Sänger und Musikant seiner einfallsreichen Weisen, wie «L'addio del giovane militare», «Senza Mamma» usw., die rasch in aller Munde waren und zusammen mit einigen später entstandenen Werken, etwa «O bella Verzaschina», «La Valmaggina» etc. heute schon für Volkslieder gehalten werden. Die Noten zu seinen insgesamt 105 Kompositionen gab er im Selbstverlag heraus. Seine Lieder nahm er im Laufe der Zeit mit dem «Quartetto Biasca» (1963-1984) auch auf verschiedene Tonträger auf. Sein Schaffen ist derzeit auf 7 Kassetten dokumentiert, die jede einen bestimmten Themenkreis beinhaltet («Canzoni di tutte le valli», «Canzoni per emigranti», «Canzoni sentimentale» etc.). Nebenher hat Vittorio Castellnuovo, der seit 1945 in Biasca lebt, auch in Öl gemalt und Gedichte verfasst.

Objekte