Gilbert Hofstetter

Daten

*2.10.1917 Bure JU, +17.1.1992 Porrentruy JU

Instrumente

Akkordeon

Biografie

Er wuchs als Bürger von Langnau i.E. in Varandin unweit von Courtedoux auf, wo seine Eltern seit 1922 ein Bauerngut bewirtschafteten. Eine bleibende Beinbehinderung verunmöglichte es ihm, im elterlichen Betrieb mitzuarbeiten. Früh schon fand er in Bassecourt seinen Lehrmeister in der Person von Joseph Baco, der ihn in die Musik und das Handorgelspiel einführte. Mit 7 Jahren diatonische Handharmonika, mit 15 Jahren Wechsel auf das chromatische System. Danach die entscheidende Begegnung mit Charles Racordon (+1963) aus Noirmont. Diese führte zu einer jahrzehntelangen musikalischen Partnerschaft, deren erster Höhepunkt sich 1936 mit einem 1. Preis am Concours födöral d'accord6on in La Chaux-deFonds einstellte. Das Akkordeonspielen und -unterrichten war, nebst der Tanzmusik mit seiner Formation «Les Vagabonds» (Musette-Tango), zu seinem Beruf geworden und sollte es zeit seines Lebens bleiben. Weitere Partner seiner langen Laufbahn, in der er zum Mitbegründer des Stils «Musette suisse» (auch «style jurassien») wurde, waren Michel Bonju, Maurice Nouveau, Michel Geney und besonders Gilbert Schwab, mit dem zusammen er unter «Les accord6onistes jurassiens» auftrat. Von seinen rund 2000 Einspielungen, die selbst in USA und Japan ein Echo fanden, steht an erster Stelle das Stück «Sur les rives du Doubs» von A. Nicolet. Seine eigenen musikalischen Einfälle formte er als Autodidakt in rund 80 Komp..ositionen. Um 1980 zog er sich aus der Offentlichkeit weitgehend zurück und widmete sich fortan vermehrt seiner Lehrtätigkeit. Zu seinen über 600 Schülern, die er ausgebildet hatte, zählen auch die beiden Schwestern und Akkordeonvirtuosen Corinne und Fabienne Chapuis aus dem jurassischen Grandfontaine.

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