Hans Wittwer

Daten

*30.3.1921 Gohl BE

Instrumente

Schwyzerörgeli

Orte

Worb, Bern, Schweiz

Biografie

Schwyzerörgeler, geboren und aufgewachsen als ältestes von sechs Kindern auf dem hochgelegenen Bauernhof «Bärfallen» von 1683 in Gohl bei Langnau im Emmental. Angetan vom Schwyzerörgelispiel seines Vaters und seines Onkels begann er als Sechsklässler mit seiner autodidaktischen Ausbildung, wobei er sich des Örgelis seines Vaters bediente. Der Verdienst aus harter bäuerlicher Arbeit, die er als Taglöhner im Unterland verrichtete, ermöglichte ihm 1937 die Anschaffung seiner ersten eigenen «Salvisberg», die er für 350 Franken im Musikhaus Steck in Langnau erstand. Von sich reden machte er zunächst mit zwei Formationen: 1940-1947 Kapelle «Heimelig Langnau», die u.a. seinen Bruder, Christian Wittwer, Klarinette, sowie Fritz Fiechter, Örgeli, umfasste. 1951-1981 «Bärgblüemli Utzigen». Mit beiden spielte er hintereinander Jahr für Jahr an der altbekannten «Lüdere-Chilbi». 1946 war er nach Worb umgezogen und hatte sich dort zum Säger ausbilden lassen. Musikalisch verlegte er sich danach mehr und mehr auf das Begleiten von Volkstanzgruppen und nahm in dieser Funktion auch an manchen Folklore-Festivals im Ausland teil. Zu diesem Zweck entstand seine beliebte «Schwandpolka». Die «Worber Volksmusikanten» (2 Klarinetten, 2 Örgeli, Bass), die er 1980 vereinte, spielten 136 Volkstänze aus allen Landesteilen auf 10 Kassetten ein, zu denen die Schweizerische Trachtenvereinigung auch Tanzanleitungen herausgab. Sein Können vermittelt Hans Wittwer seit vielen Jahren an junge Schwyzerörgeli-Schüler ab dem achten Altersjahr, die er als Grossformation u.a. bereits am Fernsehen vorgestellt hat.

Objekte