Tony Gerig

Weitere Namen

Bürgerlicher Name: Anton Gerig

Daten

*22.12.1933 Oberschwand, Spiringen UR, +17.3.2015

Beruf

Hauswart

Instrumente

Akkordeon

Orte

Emmenbrücke, Luzern, Schweiz

Biografie

Aus einem Schallplattentext von 1980: "Tony Gerig ist am 22. Dezember 1933 im Bergheimet «Oberschwand» im Schächental als 4. Kind von 12 Geschwistern den Eltern Maria und Jost Gerig-Arnold geschenkt worden. Für einen Schulweg nach Spiringen hatten die Kinder gute eineinhalb Stunden Fussmarsch. Die Schulsuppe am Mittag rühmt er noch heute. 1947 siedelte die Familie nach Seedorf in «Schöpfli» um. Die Freude an der Musik hat er wohl von seinem Vater. Vater Jost spielte Schwyzerörgeli - heute aber eher selten, denn er ist schon 85 Jahre alt. Für den «Hausgebrauch» musizierten auch seine Brüder Hans und Walter. Schwester Mariette jodelt heute mit ihrem Gatten Toni Zgraggen in Schattdorf. Um die RS-Zeit begann Tony intensiv mit dem Akkordeonspiel. Tony erstand sich im Jahre 1955 sein eigenes Akkordeon. Dann folgten Auftritte, vor allem mit Karl Kindler, zwischendurch mit Willi Truttmann und Walti Siegrist. Er nahm mit Karl Kindler im Jahre 1960 seine erste Schallplatte auf. SEin grosses Vorbild war Werner Lustenberger. Um ihn zu hören, fuhr er viel nach Luzern und durfte später öfters mit ihm musizieren. 1965 hat Tony im Coop Zug mit seinem Bruder Beny eine SChauffeur-Stelle angetreten. In dieser Zeit musizierte er mit Otto Wisler, Luzern, und Walter Gyger, Baar. Nach einem kurzen Abstecher als Carchauffeur in Luzern, zog es ihn wieder ins Zugerland. Gut zwei Jahre durfte Tony von Bläser Hans Blattmann, Zug, viel lernen. Es wurden soviele Auftritte, dass Tony sich entscheiden musste zwischen Lenkrad oder weniger Musik. Mit seiner Frau trat er 1974 bei seinem Schwager Alfred Müller eine vollamtliche Hauswartstelle an. Ab jetzt waren Samstag und Sonntag frei, ausser wenn Petrus die Schneehahnen öffnete. Im Sommer raubt Tony das SChwimmbad der Überbauung oft den Schlaf. An der Fasnacht 1973 begann er mit Bläser Röbi Camenzind, Zürich, zu musizieren. Mit ihm war er in Deutschland, Belgien, Holland und Österreich, nächstens mit Urs Brühlmann in England. Das Gedeihen seiner Familie erkennt man auf Tonträgern. Im September 1969 hat er seine Brigitte («Für's Brigitte z'Baar») geheiratet. Tony wünschte sich eine Tochter mit blauen Augen. Dieser Traum erfüllte sich am 28. Januar 1974 gleich doppelt («Vier blaue Äugli»). «Man hat musikalische nie ausgelernt», ein viel ausgesprochener Satz von Tony. So durfte er von René Wicky, Hanspeter Schmutz und Toni Huser viel profitieren, um nur drei weitere Akkordeon zu nennen. Bis jetzt hat Tony ungefähr 50 Stücke komponiert, wovon 30 auf Tonträgern erschienen. Wer Tony musizieren hört, ist begeistert. Die Liebe zur Musik spürt man bei seinem Vortrag. Mit Walti Siegrist und Karl Kindler verbindet ihn noch heute enge Freundschaft. Auf dieser Platte soll Walti das Stück «Waltis Freiheit» Freude bereiten. In Urs Brühlmann hat Tony einen jungen talentierten Bläser gefunden. Daneben erfreut er viele im Alleinspiel oder im Duett, oft mit René Bär zusammen. Mit dieser gelungenen, vielseitigen Jubiläums-Schallplatte wünschen wir allen Zuhörern gute Unterhaltung, und dem liebe Tony und seinen Musikanten weiterhin viel Erfolg."

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