Walter Abächerli

Daten
*1.1.1963 Giswil OWBeruf
GeschäftsführerInstrumente
SchwyzerörgeliOrte
Kerns, Obwalden, SchweizBiografie
Musikalische Anfänge Das Schwyzerörgeli war schon seit anfangs der Schulzeit mein Favoriteninstrument. Die ersten zwei, drei Tänzli zeigte mir mein Vater. Schwyzerörgeliunterricht gab es damals in der Musikschule Giswil, wo ich aufgewachsen bin, noch nicht. Also tat ich mich mit ca. 10-jährig mit dem ein Jahr älteren Peter Berchtold (Glaser-Peter) zusammen. Er wohnte ebenfalls im Ortsteil „Kleinteil“ und beherrschte das Schwyzerörgelispiel schon besser als ich. Peter konnte mir einiges zeigen und das gemeinsame Proben und Musizieren motivierte mich, zu üben und selber Neues zu lernen. Bald darauf gesellte sich mit Thomas Berchtold ein weiterer Kleinteiler zu uns. Ab ca. 1976 begleitete uns Sepp Berchtold, der Bruder von Peter mit dem Kontrabass. In dieser Formation, genannt „Tschifeler-Biobä“, erlebten wir ca. im Jahr 1977 einen ersten eindrücklichen Auftritt in Vaduz (FL) auf dem Schloss bei Fürst Franz Josef II. Ein weiteres wichtiges Erlebnis waren für uns die Fernsehaufnahmen mit Wysel Gyr in der TV-Sendung „Für Stadt und Land“. Für die spektakulären Bilder fuhren wir mit dem Aufnahmetross eigens in das garstige kleine Melchtal in Giswil und posierten für die Kameras in den steilen Felswänden. Ab ca. 1980 bis 1987 übernahm Drés Omlin aus Sachseln den Platz von Peter Berchtold und trug mit seinem „gehörfälligen“ Schwyzerörgelispiel massgebend zum Erfolg der „Tschifeler-Biobä“ bei. Das war auch die Zeit, in der wir unseren Vorbildern, den „Schmid-Buebe“ mit ihrer konzertanten, damals neuartigen Musik nacheiferten. Echo vom Horben Berufshalber hielt ich mich Anfang der 90er-Jahre vermehrt im Zuger- und Aargauergebiet auf. So entstand 1984 die Formation „Echo vom Horben“. Zusammen mit Sepp Bieri aus Jonen (AG), Martha Zumbühl aus Emmen am Schwyzerörgeli und Hermi Michel am Bass entstand 1985 und 1987 je ein Tonträger. Später ging’s dann noch zu zweit mit Sepp Bieri am Schwyzerörgeli weiter. So produzierten wir im Jahr 1991 eine für uns damals neuartige CD. Bis dahin waren von mir ca. 20 Eigenkompositionen verewigt. Bei den zahlreichen Auftritten besonders im Gebiet Zug, Aargau und Zürich begleiteten uns abwechslungsweise Hermi Michel, Pius Abächerli und Heiner Eugster am Bass. Auch da gab es Radio- und Fernsehauftritte. Gerne engagierte man uns aber auch an Jodler- oder Trachtenabenden. Mit der Zeit fanden wir eine Lösung, um nicht immer die Trachtentänze separat erlernen zu müssen: Bruno, der Sohn von Sepp Bieri entwickelte sich zu einem starken Klarinettenspieler und übernahm dann vermehrt diesen Part. Mit der Zeit entstanden in der Ländlermusikszene zahlreiche attraktive Formationen mit verschiedenen Instrumenten und einem abwechslungsreichen Repertoire. Einerseits ist diese junge Generation beim Publikum sehr beliebt und das ist auch gut so. Andererseits habe ich den Eindruck, dass wegen der wirtschaftlich schwierigeren Zeit in der Gastrobranche weniger Livemusik engagiert wurde. Jedenfalls gingen unsere Anfragen zurück und ich entschloss mich 2003, meine Freizeit vermehrt meiner Familie, der Bewegung und dem Sport in der Natur zu widmen. Als Freund der Ländlermusik, aber auch von fremden Klängen, wechselte ich auf die Seite des Publikums. Ich freue mich, gepflegter Musik aller Sparten zuzuhören. Gelegenheit dazu gibt es insbesondere auch deshalb, weil sich unser Sohn beruflich in Afrika mit Musik beschäftigt und selber auch ab und zu in der Schweiz als Violinist und E-Bassist mit Musikern aus aller Welt Konzerte bestreitet. Einzig im „stillen Kämmerlein“ werden meine Instrumente und einige schöne Musikstücke noch „à jour“ gehalten. Diese Informationen wurden im Rahmen des Projekts "Die instrumentale Unterwaldner Volksmusik-Landschaft" erarbeitet.Objekte