Gottlieb Jakob Kuhn

Daten

*1775 Bern, +1849 Burgdorf

Beruf

Pfarrer

Instrumente

Gesang null null

Orte

Bern, Bern, Schweiz Burgdorf, Bern, Schweiz

Biografie

Der Emmentaler Pfarrer Kuhn hat seine Sammlung volkstümlicher Gedichte im Berner Dialekt mit einem Glossar versehen, das auch die im Kanton verschiedenen Aussprachen berücksichtigt. Die Erstausgabe von 1806 enthielt noch Lieder in hochdeutscher Sprache, die hier weggelassen wurden. Kuhn verdanken wir, daß die Mundart zu literarischen Ehren kam. Die Vertonungen stammen von ihm selbst und Ferdinand Fürchtegott Huber (1791-1863), der damals Musiklehrer am Fellenbergischen Erziehungsinstitut in Hofwil bei Bern war. Umgearbeitete Ausgabe von Gottlieb Jacob Kuhns 1806 erschienenen "Volkslieder und Gedichte" in berndeutscher Sprache, die recht "bald volkstümliche Geltung erlangten und diese zum Teil bis heute behalten haben... Gleichzeitig mit J. P. Hebel, aber ursprünglich unabhängig von ihm, brachte (Kuhn) die Mundart zu literarischen Ehren. Seine besten Lieder zeichnen sich durch originelle Musikalität, echtes Sentiment, witzige und humorvolle Heiterkeit und scherzhafte, im politischen Zusammenhang auch bittere Ironie aus" (NDB). Die Vertonungen stammen von F. H. Huber und Kuhn.- Mit Anmerkungen, einem Anhang Bemerkungen zum berndeutschen Dialekt und Worterklärungen.- Umgearbeitete und vermehrte Ausgabe der erstmals 1806 bei Walthard erschienenen "Volkslieder". - Kuhn wirkte als Lehrer und Pfarrer in Bern, Rüderswil und Burgdorf und verfasste zahlreiche berndeutsche Volkslieder die teilweise von ihm selbst und von F.H. Huber vertont wurden und von denen viele "zum dauernden Gemeingut des Berner- und Schweizervolkes geworden sind" (HBLS IV, S. 561). - Mit ausführlichen Erläuterungen zur Entstehung der Lieder und einem 20 S. umfassenden Idiotikon.

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