Ländlertrio Berchtold-Wallimann
Daten
Gegründet 1988Biografie
"Wie ist die Formation instrumental besetzt? Hat sich das im Lauf der Zeit verändert? Es wird mit Akkordeon, Schwyzerörgeli und Kontrabass gespielt. Wenn sich eine Gelegenheit bietet, spielen wir auch gerne mit einem Klarinettisten oder im Quartett mit drei Akkordeons und Kontrabass. Wie kam es zur Formationsgründung? 1987 im Dezember trafen sich Peter Berchtold und Hubi Wallimann anlässlich der VSV-Generalversammlung und stellten fest, dass beide im Begriff waren Akkordeon zu lernen. Schon bald darauf fand eine erste Probe statt. Welches sind/waren die Gründungsmitglieder? Welche Musikerinnen und Musiker sind/ waren Formationsmitglieder? Zeitraum der Mitgliedschaft? Peter Berchtold aus Giswil, später in Sachseln wohnhaft und Hubi Wallimann aus Alpnach spielen Akkordeon und Schwyzerörgeli. Der Bruder von Hubi, Franz Wallimann, begleitete die ersten Jahre das Trio mit der Bassgeige. Schon bald spielte abwechslungsweise am Bass auch Heiner Eugster aus Giswil mit. 2005 löste Hermann Michel aus Kerns Franz und Heiner am Bass ab. Der Klarinettist Toni Enz aus Giswil hat im Laufe der Jahre immer wieder Auftritte mit uns bestritten. Gibt es Besonderheiten in eurer Spielart? Pflegt ihr z.B. eine bevorzugte Stilrichtung (z.B. Illgauer-, Berner-, Innerschweizer Stil, konzertante Musik, Stimmungsmusik usw.)? Verfolgt ihr gemeinsam als Formation ein besonderes musikalisches Ziel? Wir pflegen Akkordeon- und Schwyzerörgelimusik, wie sie in der Innerschweiz gespielt wird. Unsere Spielart wird aber auch vom Bernbiet und anderen Gegenden beeinflusst. Gibt es Besonderheiten im Repertoire? Spielt ihr z.B. bevorzugte Komponisten, Taktarten, usw.? Von Anfang an gefiel uns die Musik des ehemaligen Ländlertrios Burch-Enz aus Giswil oder des Handorgelduetts Della Torre-Bucheli aus Sachseln. Im Laufe der Zeit erweiterten Tänze aus verschiedenen Regionen unseres Landes unser Repertoire. Peter steuert auch ab und zu wieder Eigenkompositionen bei. Schon bald nach unseren ersten Proben waren wir uns einig, dass der Klang der alten Schweizer Record-Akkordeons für uns das Ideale wäre. Wir hielten Ausschau nach solchen Instrumenten und wurden schliesslich im Berner Oberland fündig. Auch die alten Stöpselbass-Schwyzerörgeli, auf denen wir unsere ersten musikalischen Gehversuche gemacht hatten, liessen wir restaurieren. Diese ""heimelig"" klingenden Instrumente lassen wir, wann immer möglich, an unseren Auftritten erklingen. Gibt es Auftritte, die bei der Formation einen besonderen Stellenwert haben? Mit unserem Trio besuchten wir immer wieder die Eidgenössischen Ländlermusikfeste des VSV (Verband Schweizer Volksmusik), die im Abstand von vier Jahren stattfinden. Erstmals war das 1991 in Küssnacht am Rigi der Fall. Es folgten die Feste in Appenzell, Interlaken, Bulle, Stans, Chur, Aarau und Crans-Montana. Diese Teilnahmen waren für uns immer Ehrensache. Viele musikalische und gemütliche Tage verbrachten wir seit 1998 alle zwei Jahre am Volksmusikfestival «Drumherum» im bayrischen Städtchen Regen. Dort treffen sich Musikanten und Sänger aus dem deutschsprachigen Alpenraum und präsentieren ihre Musik. Unsere Freude an den alten Schweizer Record-Akkordeons und deren zunehmende Beliebtheit unter den Musikanten hat uns 1998 dazu bewogen, alle zwei Jahre ein wiederkehrendes Treffen für die Liebhaber dieser Instrumente zu organisieren. Während zwei Tagen besuchen jeweils zirka 60 bis 70 Musikanten mit ihren Instrumenten und zahlreiche Musikfreunde dieses Treffen. Ansonsten spielen wir überall dort wo unsere Musik gefragt und geschätzt wird. Gibt es Tonträger oder Radioaufnahmen der Formation? Einen formationseigenen Tonträger haben wir nie produziert. Wir durften aber als Gäste auf folgenden Produktionen mitwirken: - «urchigi Witz und urchigi Muisig» mit dem Witzerzähler Franz Zihlmann aus Buochs. (1991) - «Äs Geburtstagsgschänk» mit dem Jodlerklub Alpnach (1999) - «Solojodlerin Margrit Spichtig-Hofer» (2006) Gibt es Fernseh- oder eigene Filmaufnahmen der Formation? Anlässlich einer «Samschtig-Jass» Sendung am Schweizer Fernsehen entstanden im Januar 2016 Aufnahmen auf dem Titlis in Engelberg. Gespielt wurde in der Quartettbesetzung mit Walter Gerig aus Kägiswil der Schottisch «Giots us Obwaldä» von Peter Berchtold." Diese Informationen wurden im Rahmen des Projekts "Die instrumentale Unterwaldner Volksmusik-Landschaft" erarbeitet.Objekte