Rafael Alberti
Daten
*16.12.1902 El Puerto de Santa Maria, +28.10.1999 El Puerto de Santa MariaBiografie
Alberti wird der sogenannten Generación del 27 zugerechnet, die nach dem 300. Todestag von Luis de Góngora benannt ist, dessen Werke sie bekannter machen wollte. Als Jugendlicher widmete er sich erst der Malerei, bevor er sich endgültig der Dichtung hingab. In Deutschland wohl am bekanntesten ist sein erster Gedichtband, Mar y tierra, später in Marinero en tierra umbenannt (dt. von „Meer und Erde“ in „Matrose auf Landgang“ umbenannt) und seine Memoiren La arboleda perdida (dt. „Der verlorene Hain“). Ferner schrieb er noch einige Theaterstücke. Alberti war Mitglied der Allianz der antifaschistischen Intellektuellen. Nachdem 1939 im Spanischen Bürgerkrieg die republikanischen Kräfte unterlagen, ging er mit seiner Lebensgefährtin, der Dichterin María Teresa León Goyri (1903–1988), nach Argentinien ins Exil, wo er auch nach dem Militärputsch bis 1963 blieb. Sie haben eine Tochter Aitana Alberti, die 1941 in Buenos Aires geboren wurde.[1] Nach einigen Jahren in Italien kehrte er 1977 wieder ins demokratische Spanien zurück und saß auch für die kommunistische Partei im Parlament. 1925 erhielt er den Premio Nacional de Poesía (spanischen Nationalpreis für Poesie) für Marinero en tierra (1924), 1964 den Internationalen Lenin-Friedenspreis, 1981 den Premio Nacional de Teatro und 1983 wurde ihm der Cervantes-Preis verliehen; 1995 die Ehrendoktorwürde durch die Polytechnische Universität Valencia. 1975 wurde er als auswärtiges Ehrenmitglied in die American Academy of Arts and Letters gewählt.Objekte