Walter Gerig (Akkordeon)

Daten

*02.10.1945 Göscheneralp UR

Beruf

Postangestellter, Fernmeldeassistent

Instrumente

Kontrabass Akkordeon Mundharmonika Schwyzerörgeli

Orte

Göscheneralp, Uri, Schweiz Kägiswil, Obwalden, Schweiz

Biografie

"Wo bist du aufgewachsen? Wo ist dein gegenwärtiger örtlicher Lebensmittelpunkt? • bis 1952 auf der Göscheneralp • ab Oktober 1952 - 1962 in Kägiswil • 1962-1985 in Olten Luzern und Kriens • ab 1985 wieder in Kägiswil Gelernte(s) Instrument(e)? Was spielst du regelmässig bei deinen Auftritten? „Muilörgeli“ , diatonische Handorgel, Akkordeon, Schwyzerörgeli, Kontrabass. Ich spiele regelmässig Akkordeon. In welchem Alter, wo, bei wem hast du gelernt? Mit 14 Jahren erlernte ich auf der diatonischen Handorgel zu spielen und mit 17 Jahren kam dann das Akkordeon dazu. Ich habe autodidaktisch gelernt und kenne keine Noten. Die Musikanten, die mir das Spiel auf dem Akkorden beibringen wollten, hatten keinen Erfolg, weil alle „rückwärts“ chromatische Akkordeons spielten. Warum wolltest du Volksmusik spielen? Es machte mir Freude und Spass und auch mein Vater war ein „Örgeler“. Wann und wo (bei welchem Anlass) hattest du deinen ersten öffentlichen Auftritt? 1960 spielte ich mit meinem Bruder Klemenz in Kägiswil im Restaurant Adler bei einer Hochzeit. Mit wem spielst du gegenwärtig regelmässig zusammen? Namen? Besetzung? Namen der Formation(en)? Mit Hubi Wallimann und Hermi Michel: Record-Akkordeons, Schwyzerörgeli und Kontrabass. Wir nennen uns Obwaldner Ländlertrio. Hast du schon früher regelmässig in Formationen mitgewirkt? Namen der Formation(en)? Zeitraum (von-bis)? Namen der MitspielerInnen? Besetzung? • 1963-1978: Sunnehuisli Alpnach: Sepp und Edy Wallimann (klar/sax), Klemenz und Walter Gerig (akk) • ab 1978-1983: Sepp Wallimann (klar/sax), Walter Gerig (akk), Isabelle Schürmann (p) und Hermann Michel (kb) • ab 1983-1990: HD Gebr. Gerig (akk) , Gander Chaschbi jun. (p) und Hermann Michel (kb) • ab 1986-2015: Begleitung von Jodel-Duetten: Ruth Rymann-Ernst Jakober und Geschwistern Annemarie und Silvia Rymann sowie, wenn Not am Mann war, deren Vater Ruedi Rymann • ab 1990-1997: Kapelle René Jakober, Stalden: anfänglich mit René Jakober (klar/sax), Walter Gerig (akk), Armin Michel (p), Hermann Michel (kb), später mit Albert Stöckli (p), oder Alois Schilliger (p), Oski della Torre jun. (kb) oder Peter Gisler (kb) • ab 2003-2017: Handorgelduett Walti Gerig-Turi Schuler mit Heidi Michel (p) und Hermann Michel (kb) • Turi ist leider am 17. August 2017 nach einer Stubetä in Alpnach verstorben (Herzinfarkt). • Seit 2005 begleite ich das Schwanderchörli (Seniorenchörli) musikalisch. Hast du musikalische Vorbilder? Wenn ja, welche sind das? Jeder, der gepflegte Musik macht, ist mir ein Vorbild! Gibt es Besonderheiten in deinem Repertoire? Gibt es z.B. bevorzugte Komponisten, Taktarten? Ich suche mir Titel, die mir ins Gehör passen, von verschiedensten Komponisten aus, egal ob Polka, Schottisch oder Ländler. Es gibt ja so tolle Titel, da ist das Komponieren fast überflüssig. Gibt es Besonderheiten in deiner Spielart? Gibt es z.B. eine bevorzugte Stilart (z.B. Illgauer-, Berner-Stil, konzertante Musik, Stimmungsmusik usw.)? Spielst du mehrheitlich vor oder begleitest du lieber? Ich kann mich eigentlich allen Musikanten, die einen gepflegten Vortrag und Stil haben, gut anpassen. Musik kennt bekanntlich keine Grenzen! Vorspiel, zweite Stimme oder Akkord-Begleitung ist mir egal. Bei welcher Art von Anlässen bist du mehrheitlich am Spielen? Volkstümliche Stubeten, private und sonstige kleinere Anlässe. Gab es schon Auftritte, die einen besonderen Stellenwert für dich haben? Es sind vor allem die Auftritte mit besonderen Musiker-Persönlichkeiten: • als 18-jähriges Greenhorn mit Köbi Buser sen. im Reusssteg in Luzern • mit Josef Feierabend im Wasserfall Engelberg, • mit Hans und Oski della Torre sowie mit Walter Grob in der Alpenrose Kriens • nicht zu vergessen - der Überraschungsauftritt mit Ruedi Rymann bei Bundesrat Samuel Schmid zu seinem 60. Geburtstag. Auch die Auftritte als Notnagel (Aushilfe), notabene ohne, resp. wenigen, Proben bleiben für mich sicher unvergesslich, besonders, weil das immer spannende Momente waren. Ich spielte so z.B. mit (um einige zu nennen): Fritz Dünner, Franz Bühler, Sebi Heinzer, Peter Steudler, Röbi Wicki, Richi Rogenmoser und auch mit meinen Verwandten, der Familien-Kapelle Gehrig aus Andermatt. Gibt es interessante, lustige Episoden aus deinem musikalischen Leben? Oh - da gibt es viele in dieser so langen Zeit. An eine der frühen Geschichten erinnere ich mich noch genau: Wir spielten an einem Jodlerabend im Kanton Aargau. Nach dem Auftritt ging es zum Präsident des Jodelklubs nach Hause zu einem oder zwei ?? Kaffees. Wir interessierten uns überdies für seine zwei hübschen Töchter. Als wir erst mittags wieder daheim aufkreuzten und den Eltern über den Grund der Verspätung Auskunft geben mussten, war eine der ersten Fragen: „Sind denn diese Mädchen eigentlich katholisch??“ Das waren die beiden Aargauerinnen leider nicht! Hast du schon Auszeichnungen, Ehrungen, Preise gewonnen? Wenn ja, welche? Mit der Kapelle Sunnehuisli konnten wir die „Heirassa-Glocke“ entgegen nehmen."

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